3.10.2013 16:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/dpa
China
Riesenhornissen töten 42 Menschen
Bei Angriffen von Riesenhornissen sind in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi seit Juli 42 Menschen ums Leben gekommen. 1640 Menschen wurden von Stichen verletzt worden, 206 davon mussten in Spitalpflege. Experten rätseln, was die Insekten so aggressiv macht.

Im Sommer und frühen Herbst flogen die Hornissen laut chinesischen Medienberichten in Schulen und griffen Bauern auf ihren Feldern an. «Sie sind auf meinen Kopf losgegangen und haben sich auf meine Beine gesetzt. Ich konnte mich nicht mehr bewegen», beschrieb die Bäuerin Mu Conghui der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua einen Angriff nahe der Stadt Ankang. 

3,5 bis 5,5 Zentimeter lang

Seit zwei Monaten wird sie in einem Spital behandelt, auch mittels Dialyse. Ihre Beine kann sie trotzdem noch nicht wieder bewegen. Bei den Insekten handelt es sich nicht um gewöhnliche Hornissen, sondern um die etwa daumengrossen Asiatischen Riesenhornisse, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. 

Die Tiere seien meist 3,5 bis 5,5 Zentimeter lang und erreichten eine Flügelspannbreite von bis knapp 8 Zentimetern, berichten Zoologen der University of Michigan. Bei Stichen spritzen sie ein Gift in ihre Opfer, auf das manche Menschen allergisch reagieren. In Japan sterben nach Angaben der Universität jährlich bis zu 50 Menschen nach Attacken der Vespa mandarinia. 

Hitzewelle und veränderte Vegetation 

Huang Rongyao vom Forstamt der Stadt Ankang sieht eine mögliche Ursache für die Attacken in einer zweimonatigen Hitzewelle. Das habe die Insekten aktiver werden lassen. 

Ausserdem hätten sich die Hornissen wegen veränderter Vegetation stärker in von Menschen besiedelte Gebiete ausgebreitet, sagte er Xinhua. Japanische Forscher hatten vor zehn Jahren Inhaltsstoffe etwa von Kosmetika als mögliche Reizstoffe für die Riesenhornissen identifiziert.

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