16.11.2012 15:33
Quelle: schweizerbauer.ch - Reto Blunier
Freiburg
Massnahmen haben gegriffen – Schäden durch Wolf fielen tiefer aus
Die Wölfin auf Freiburger Hoheitsgebiet riss in diesem Jahr deutlich weniger Schafe als 2011. Zwei Drittel der getöteten Tiere wurden auf einer Alp ohne Herdenschutz aufgefunden. Die Massnahmen zum Schutz der Tiere wurden indessen verstärkt.

In den Freiburger Voralpen ist seit dem Jahre 2009 eine Wölfin heimisch. Dabei kam es immer wieder zu Zwischenfällen mit auf den Alpen weidenden Tieren. Wie der Kanton Freiburg in einem Communiqué am Freitag mitteilt, habe sich die Wölfin auch 2012 wieder innerhalb des Präventionsperimeters aufgehalten.

Sämtliche Angriffe auf ungeschützte Alpen

Von Ende März bis Ende Oktober hat das Raubtier auf fünf verschiedenen Alpen insgesamt 51 Schafe gerissen. Gemäss der Mitteilung fanden sämtliche Angriffe auf ungeschützten Alpen statt. In zwei Fällen wurden zwei Einzeltiere Opfer einer Attacke, die von der geschützten Herde isoliert waren. 2011 wurden noch 63 Schafe von der Wölfin gerissen.

Auch die Herdenschutzmassnahmen wurden in diesem Jahr verstärkt. Zwei weitere Alpen wurden von Hunden bewacht, insgesamt sind es nun deren neun. Insgesamt hätten 9 von 42 Alpen Herdenschutzmassnahmen umgesetzt.

Zwei Drittel auf einer Alp

Zwei Drittel der Verluste im Kanton Freiburg mussten auf einer einzigen Alp hingenommen werden, welche keine Herdenschutzmassnahmen umgesetzt hat. Dies beweise, dass die Massnahmen effizient seien und in den kommenden Jahren weitergeführt werden müssten.

Das Wolfskonzept – Zusammenleben von Mensch und Wolf – ist seit dem 1. Januar 2011 in Kraft. Es handelt nach dem Prinzip „Prävention vor Intervention“. Dieses unterstützt die Alpbewirtschafter bei dem Ziel, den Herdenschutz zu verbessern. Gemäss diesem Konzept werden die Alpbewirtschafter im Präventionsperimeter eingeladen, Herdenschutzmassnahmen zu ergreifen.

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