3.06.2020 18:42
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Bienen
Jedes 8. Bienenvolk starb im Winter
Rund 13 Prozent der Bienenvölker in der Schweiz sind im vergangenen Winter zugrunde gegangen. Die Verluste blieben damit im dritten Jahr in Folge stabil auf niedrigem Niveau.

Nach dem Winter haben sich ausserdem 12,6 Prozent der Völker nicht zu einem Wirtschaftsvolk entwickeln können. Dies hat eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage von Apisuisse, dem Dachverband der Schweizer Bienenzüchtervereine, bei rund 1400 Imkerinnen und Imkern in der Schweiz ergeben. Die Teilnehmenden der Umfrage betreuen 2174 Bienenstände mit 23'075 Völkern.

Die von Hitze geprägten Monate Juli und August haben die Bekämpfung der Varroa-Milbe wegen zu hoher Tagestemperaturen im Mittelland sehr schwierig gemacht, schreibt Apisuisse. In den Höhenlagen oberhalb von 1’000 Metern setzte die Schneeschmelze erst im Mai ein. Der späte Bergfrühling machte die Bekämpfung der Varroa-Milbe einfacher als in tieferen Lagen. Als Folge fielen die Völkerverluste mit nur 11,0% um 2,5 Prozentpunkte in der Höhe niedriger aus.

Die Bienensaison 2019 war durch eine rekordtiefe Honigernte geprägt. Geschuldet war dies im Mittelland einem sehr kühlen und nassen Frühjahr, auf das ein trockener und heisser Sommer ohne nennenswerte Honigerntemenge folgte. Gemäss früheren Angaben von Apisuisse ist der Ertrag der Bienenvölker in der Schweiz 2019 im Schnitt um mehr als zehn Kilo Honig pro Bienenvolk gesunken.

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