13.09.2019 14:03
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Protest
Europaweit Mahnfeuer gegen Wolf
Die Kleintierhalter stören sich an der Ausbreitung des Wolfes in Europa. Mit Mahnfeuern wollen sie am Freitag ihren Unmut kundtun. In der Schweiz wird an fünf Orten Feuer entfacht.

Der Wolf breitet sich unvermindert aus. Dies führt unweigerlich zu Konflikten.

Ausbreitung unterbinden

«Die unkontrollierte Ausbreitung von Grossraubtieren in Europa trifft vor allem die ländlichen Gebiete und die Bergregionen», schreibt der Verein Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere. Mit den Mahnfeuer wollen die Tierhalter dem Europarat deutlich machen, «endlich die notwendigen Schritte zur Regulierung der Wolfsbestände in Europa zu unternehmen.»

Die ungebremste Ausbreitung müsse unterbunden werden, fordern die Kleintierhalter. Sie untermauern ihre Forderungen mit Beispielen. In der Schweiz sei die Anzahl Rudel 2019 von drei auf acht angestiegen. Und im Osten Deutschlands seien Wanderherden durch den Beutegreifer bedroht. 

Schutzstatus herabsetzten

«Es braucht eine koordinierte und griffige Grossraubtierpolitik, sowohl in Europa als auch in der Schweiz. Ein erster Schritt ist getan», schreibt der Verein Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere. Mit der Revision des Jagdgesetzes könne die Schweiz den Umgang mit den Grossraubtieren selber regeln. «Damit werden unzumutbare Zustände wie im umliegenden Europa verhindert», heisst es in der Mitteilung. 

Der Verein fordert den Bundesrat auf, den Antrag zur Herabstufung des Schutzstatus des Wolfes im Europarat noch einmal einzureichen. Die Kündigung der Berner Konvention erachtet die Organisation weiterhin als der beste und erfolgversprechendste Weg.

Am Freitagabend machen die Kleintierhalter aus zahlreichen europäischen Ländern mittels Mahnfeuern auf ihre Situation aufmerksam. In der Schweiz werden in Pany und Bivio im Kanton Graubünden, in Vallemaggia und Monti die Ravecchia oberhalb Bellinzona im Kanton Tessin sowie in Vouvry im Kanton Wallis insgesamt fünf Feuer entfacht. 

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