3.04.2018 07:00
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Wolf
EU: Petition fordert Wolfsregulierung
Eine Regulierung des Wolfes in der Europäischen Union fordert der Südtiroler SVP Landesrat Arnold Schuler in einer Petition, die derzeit im Internet unter www.openpetition.eu unterzeichnet werden kann. Darin wird die Europäische Union aufgefordert, Massnahmen zu ergreifen, um den Schutzstatus des Wolfes zu senken. Zudem solle von der italienischen Regierung die geregelte Entnahme von Wölfen ermöglicht werden.

Die rasche Entwicklung der Wolfspopulation in Italien und der benachbarten Schweiz stelle den hohen Schutzstatus der Art in Frage und führe ausserdem zu immer größeren Konflikten zwischen Wölfen und Nutztieren sowie zwischen Wölfen und Menschen, heißt es in der Begründung.

Zum Schutz der Berglandwirtschaft, für den Erhalt eines lebendigen ländlichen Raumes sowie für die Sicherheit der Bürger sei es unerlässlich, eine Regulierung der Wolfspopulation vorzunehmen. Die Petition kann noch bis zum 19. April unterzeichnet werden. Seit ihrem Start am 9. März wurde sie von 28 131 Personen unterschrieben; das sind 3%des Sammelzieles.

Derweil war der Wolf vergangene Woche auch in Deutschland Thema. In Bayern betonte die Landtagsfraktion der Freien Wähler die Gefährdung der heimischen Schafhaltung durch das Raubtier. Die Fraktion reagierte damit auf ein Interview des Geschäftsführers vom Landesverband Bayerischer Schafhalter, René Gomringer, in der Zeitschrift „DieWelt“. Er hatte auf die stetige Schrumpfung der Schafhaltung im Freistaat hingewiesen.

Als Grund nannte Gomringer allerdings nicht denWolf, sondern das Verbraucherverhalten. Vielen Konsumenten sei Lammfleisch zu teuer. Dabei sei ihnen aber nicht bewusst, welche volkswirtschaftliche Leistung die Schäfer erbrächten, indem sie die Flächen pflegten. In Thüringen vermeldete das Umweltministerium Erfolge bei der Verkleinerung des Bestandes an Wolf-Hund-Mischlingen.

Zum Schutz der bedrohten Tierart Wolf habe man die Bemühungen zum Abschuss und Fang der Hybriden intensiviert. Von den landesweit sechs bekannten Hybriden seien inzwischen drei getötet worden. In Rheinland-Pfalz starteten das Umweltministerium und der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland ein landesweites Projekt zum Schutz derWildkatze. In diesem sollen Daten zur Bestandsgrösse erhoben sowie Erkenntnisse zur Verbreitung der Art und zu Gefährdungsursachen gewonnen werden.

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