24.08.2017 08:39
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bern
Es war der Wolf
In Guttannen BE wurden am 24. Juli drei Schafe gerissen. Die Laboranalyse bestätigt die Vermutung: Es war der Wolf.

Die gerissenen Tiere hätten zu einer Herde gehört, die weder umzäunt noch von einem Herdeschutzhund beschützt gewesen sei, sagte Niklaus Bernard von der bernischen Volkswirtschaftsdirektion (VOL) gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Welcher Wolf es war, ist noch nicht bekannt. Anfang August wurden in Gurzelen bei Thun drei Schafe gerissen. Im oberen Emmental wurden in derselben Zeitspanne zwei Ziegen, zwei Schafe und ein Rind getötet. Ob in beiden Fällen der Wolf der Täter war, steht noch aus.

Der erste Wolfsriss erste ereignete sich gemäss der VOL im Frühling dieses Jahres am Jochpass in der Sustenregion. Gemäss Niklaus Blatter, bernischer Jagdinspektor, verzeichnete der Kanton Bern in den vergangenen zwei Jahren je zwei Wolfsrisse. 2016 fielen eine Ziege und dreizehn Schafe dem Wolf zum Opfer, 2015 waren es drei Schafe.

Die Konsequenzen wegen Grossraubtierrissen zog der Präsident des Bernischen Schafzuchtverbandes, Rolf Rüfenacht. Er sömmerte seine Tiere auf der Engstlenalp im Haslital. Weil in der Region mehrere Tiere getötet wurden, kehrte er mit seiner Herde frühzeitig aus der Sömmerung zurück. Der Schafzuchtverband fordert nun Massnahmen. «Der aktuelle Umgang mit Raubtieren ist unbefriedigend», betonte der Verband in einer Mitteilung.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE