11.09.2016 14:49
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Erstmals Rind von Wolf gerissen
In Deutschland ist erstmals ein ausgewachsenes Rind von einem Wolf gerissen worden; die Tötung des hochtragenden Tieres ereignete sich am vorvergangenen Sonntag im Naturschutzgebiet Armstorf-Langenmoor bei Cuxhaven.

Das hat der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Ernst Ingolf Angermann wenige Tage später mitgeteilt und erneut einen besseren Schutz der Weidetierhaltung sowie eine Regulierung des Wolfsbestands gefordert.

„Der Vorfall macht deutlich, dass im Hinblick auf die Ausbreitung des Wolfes in Niedersachsen dringender Handlungsbedarf besteht“, unterstrich Angermann. Auf Dauer werde sich der maximale Schutz des Wolfes nicht mit der für den Agrarstandort Niedersachsen existentiellen Weidetierhaltung vereinbaren lassen. Zumal die Kosten eines grundlegenden Schutzes der Weidetiere utopisch seien.

An die Landesregierung appellierte Angermann, sich bei der Regulierung des Wolfsbestands nicht hinter EU-Regeln zu verstecken. „Auch für Finnland, Polen und Frankreich gilt der besondere Schutz des Wolfes durch das EU-Recht - dennoch ist in diesen Ländern eine effektive Bestandsregulierung möglich“, erläuterte Angermann. Zudem sollte sich Niedersachsen auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass der Wolf als streng geschützte Tierart aus dem Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) entfernt werde.

Der Cloppenburger CDU-Landtagsabgeordnete Clemens Grosse Macke nahm am vorigen Freitag den Start des „Pferdeland-Niedersachsen-Tages“ zum Anlass, nach einem besseren Schutz auch von Pferden vor dem Wolf zu rufen. Bislang fehlten in dem Bundesland Konzepte, wie Pferdbesitzer ihre Tiere effektiv schützen könnten.

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