19.03.2013 14:36
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wolf
Besonders aggressive Wölfe können trotz Berner Konvention abgeschossen werden
Wollen Schweizer Wildhüter einen Wolf abschiessen, der allzu stark in den Herden wütet, braucht es keine Kündigung der Berner Konvention. Dieses Vertragswerk lasse solche Abschüsse und auch die Populationskontrolle zu, sagte Bundesrätin Doris Leuthard im Ständerat.

Jean-René Fournier (CVP/VS) wollte am Dienstag in einer  Interpellation wissen, was eigentlich mit den entsprechenden  Motionen geschehen sei. In diesen Vorstössen verlangten beide Räte  den Austritt aus der Berner Konvention zum Schutz der Grossraubtiere  und den Wiedereintritt unter Vorbehalt. Schliesslich müsse der  Bundesrat den Willen des Parlaments achten, sagte Fournier.

Umweltministerin Leuthard beschied dem Walliser Deputierten, der  einst als Regierungsrat einen Wolfsabschuss bewilligt hatte und  dafür verurteilt worden war, die Landesregierung achte den  Parlamentsentscheid.

Aus- und Wiedereintritt in die Konvention seien nicht mehr nötig.  Zwar habe das Generalsekretariat der Konvention den Schweizer  Änderungswunsch abgelehnt. Die gesetzlichen Bedingungen hätten sich  zum einen in der Schweiz mit dem neuen Jagdgesetz geändert. Zum  anderen gebe auch die Konvention selbst mit einer  Interpretationsänderung mehr Spielraum für Abweichungen vom strikten  Schutz der Grossraubtiere.

 

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