13.10.2015 06:20
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
St. Gallen
Bauernverband fordert Reduktion des Wolfbestandes
Nach dem Übergriff auf ein Kalb fordert der St. Galler Bauernverband, dass die Anzahl Wölfe auf dem Kantonsgebiet reduziert wird. Einer unkontrollierten Ausdehnung der Wolfspopulation müsse Einhalt geboten werden.

Anfang Oktober hatten Wölfe des Calandarudels bei Pfäfers SG ein neugeborenes Kalb gerissen. Es war dies der erste Übergriff eines Grossraubtieres auf ein Rindvieh im Kanton St. Gallen. Der St. Galler Bauernverband fordert, dass der Umgang mit dem Wolf neu beurteilt werde. Man habe das bisherige Konzept mitgetragen, heisst es in einer Mitteilung. Mit dem Übergriff auf ein Kalb sei nun aber eine neue Dimension erreicht worden.

Der St. Galler Bauernverband befürchtet, dass sich die Wolfspopulation des Calandagebiets ausbreiten wird. Die Tötung einer Ziege im Toggenburg und verschiedene Schafrisse im Kanton Appenzell Ausserrhoden sowie St. Gallen würden darauf hindeuten. Es könne Bauernfamilien nicht zugemutet werden, dass sie ihre Tiere auf der Weide zusätzlich schützen müssen, betont der St. Galler Bauernverband. Der Mitteleinsatz für den Herdenschutz für die Schafalpen sei bis jetzt schon unrealistisch hoch gewesen. Jede weitere Massnahme sei unrealistisch.

Von den Behörden fordert der St. Galler Bauernverband, dass die Anzahl Wölfe auf dem Kantonsgebiet sofort reduziert wird. Einer unkontrollierten Ausdehnung der Wolfspopulation müsse Einhalt geboten werden.

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