1.08.2020 19:32
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Insekten
Asiatische Hornisse in Genf entdeckt
Eine asiatische Hornisse ist am Dienstag erstmals in Genf eingefangen und von Spezialisten formell identifiziert worden. Dieses exotische invasive Insekt, das Bienenstöcke bedroht, ist damit zum dritten Mal in der Schweiz festgestellt worden.

Seine Präsenz stellt jedoch keine Gefahr für die Gesundheit dar, obwohl das Insekt sein Nest aktiv verteidigt und sein Stich ähnlich wie ein Bienenstich ist, wie das kantonale Umweltdepartement am Freitag mitteilte. Bisher ist in der Schweiz noch keine permanente Niederlassung dieser unerwünschten Tierart bestätigt worden.

Breitet sich in Europa aus

Das Vorkommen dieses Insekts, das von einer Anwohnerin im Genfer Stadtviertel Plainpalais eingefangen wurde, könne sich durch einen zufälligen Transport wie einer Früchtelieferung erklären, teilte das Umweltdepartement weiter mit. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, jede Beobachtung der asiatischen Hornisse zu melden, damit die Ansiedlung des Insekts verhindert oder verlangsamt werden könne.

Dieses Insekt gleicht einer grossen Wespe. Die asiatische Hornisse breitet sich in Europa aus seit sie 2004 erstmals im Südwesten Frankreichs aufgetreten ist. Seither kommt sie in Frankreich verbreitet vor. Die Genfer Behörden hatten seit mehreren Jahren entsprechende Überwachungsmassnahmen ergriffen.

Jagt Bienen

Asiatische Hornissen (Vespa velutina) lassen sich gut von den etwas grösseren, heimischen Europäischen Hornissen (Vespa crabro) unterscheiden. Sie haben einen fast komplett schwarzen Körper mit einem gelben Band am Hinterleib, wohingegen die Europäische Hornisse gelb-orange gezeichnet ist.

Das Problem mit der gebietsfremden Art sei aber, dass sie andere Insekten wie Honigbienen und sonstige Bestäuber jagt und frisst, warnt der Verband der Schweizerischen Bienenzüchtervereine Apisuisse. Siedeln sich die Hornissen in der Nähe von Imkereien an, können sie entsprechend grosse Schäden anrichten. Die Zerstörung der Nester sei die beste Gegenmassnahme, dürfe aber ausschliesslich von Fachleuten durchgeführt werden, hiess es in der Mitteilung von Apisuisse. 

 

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