13.01.2019 19:51
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Tierkrankheiten
Neue Blauzungenfälle nahe Schweiz
Die Blauzungenkrankheit hat sich im deutschen Bundesland Baden-Württemberg weiter ausgebreitet. Bisher sei das Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) in 14 Rinderhaltungsbetrieben in den Landkreisen Rastatt, Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach festgestellt worden, teilte Landwirtschaftsminister Peter Hauk am Freitag in Stuttgart mit.

Der Schwerpunkt des Geschehens liege damit derzeit in Südbaden. Der erste Fall einer Infektion seit 2009 war am 12. Dezember 2018 im Landkreis Rastatt festgestellt worden. Die jüngste Ansteckung der Kälber und Rinder wurde laut Ministerium bei Blutuntersuchungen der Tiere zum Zweck des Verbringens aus dem Sperrgebiet in freie Bundesländer sowie bei Monitoringuntersuchungen festgestellt. 

Die Infektion sei in den vergangenen Wochen erfolgt, womit sich die durch Stechmücken übertragene Tierseuche auch während der kalten Jahreszeit im Land weiter ausbreite. „Ich appelliere daher insbesondere an alle Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter, ihre Tiere sowohl gegen BTV-8 als auch gegen das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 4 (BTV-4), das in den letzten Jahren in den Anrainerstaaten nachgewiesen wurde, impfen zu lassen“, betonte Hauk. Es müsse damit gerechnet werden, dass im Frühjahr, bei wärmeren Umgebungstemperaturen, der Infektionsdruck durch die übertragenden Gnitzen noch stärker werde. 

Der Stuttgarter Agrarressortchef wies darauf hin, dass es bei der Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen die Blauzungenkrankheit bereits Engpässe gebe. „Daher ist es wichtig, die Impfungen zeitnah bei den betreuenden Tierarztpraxen anzumelden“, empfahl Hauk. So könnten diese ihren Impfstoffbedarf bei den Herstellern frühzeitig anmelden. Sollten die Impfvorräte aufgebraucht sein, müsse bis zur Lieferung von neu produzierter Ware mit einer Wartezeit von drei bis vier Monaten gerechnet werden.

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