13.01.2020 11:09
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
US-Schweinefarmer rüsten auf
Wie das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) kurz vor Weihnachten bekanntgab, wurden zum Stichtag 1. Dezember 2019 insgesamt 77,34 Millionen Schweine in den Vereinigten Staaten gehalten. Das waren 2,27 Millionen Tiere oder 3% mehr als zwölf Monate zuvor.

Damit hat der Bestand zu diesem Zähltermin das höchste Niveau seit 1943 erreicht. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre ist er insgesamt um 14,1% gestiegen. Zuwächse gab es dabei in allen Kategorien.

Die Zahl der Ferkel mit einem Gewicht von weniger als 23 kg nahm im Vorjahresvergleich um 1,2% auf 22,13 Millionen Stück zu. Bei den Läufern mit einem Gewicht bis 54 kg gab es ein Plus von 1,7 % auf 19,70 Millionen Tiere. Der stärkste Anstieg wurde bei den schwereren Mastschweinen verzeichnet, und zwar um 5,6% auf 29,05 Millionen Stück.

Zugenommen hat dem Washingtoner Agrarressort zufolge auch die Zahl der Zuchtsauen. Hier gab es einen Zuwachs von 2,1% auf 6,46 Millionen Tiere. Damit dürften die Zeichen klar auf ein weiteres Wachstum der US-Schweinefleischerzeugung gestellt sein. Im Zeitraum von Dezember 2019 bis Mai 2020 sollen nach Schätzung des Ministeriums insgesamt 6,28 Millionen Muttertiere abferkeln. Gegenüber der Vorjahresperiode wären das 0,7% mehr.

Zudem nimmt die Produktivität der Sauen weiter zu. Im zuletzt erfassten Zeitraum von September bis November 2019 wurden mit durchschnittlich 11,1 Ferkeln je Wurf 3,1% mehr Tiere geboren als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das waren so viele wie niemals zuvor.

Die USDA-Experten gingen Mitte Dezember davon aus, dass die US-Schweinefleischerzeugung 2020 gegenüber demVorjahr um rund 447'000 t oder 3,6% auf 13,0 Mio. t zulegen wird. Ein Grossteil des zusätzlich produzierten Fleischs dürfte laut dem Ministerium im Ausland abgesetzt werden. Der Export soll um 363'000 t oder 12,8% auf 3,22 Mio. t steigen. Dabei haben die US-Schweinefleischanbieter vor allem China im Visier, wobei der kürzlich vereinbarte erste Teil eines bilateralen Handelsabkommens beider Staaten höhere Absatzmöglichkeiten in der Volksrepublik ermöglicht.

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