24.01.2020 08:37
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Seuche
Pest geschickt bekämpfen
Der Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) müsse mit geeigneten Methoden erfolgen, betont die EU-Kommission. Zäune an den Grenzen der EU-Mitgliedstaaten böten einen unzureichenden Schutz, betonte Bernard Van Goethem im Agrarausschuss des Europaparlaments.

Nach Ansicht des Direktors in der Generaldirektion Gesundheit der EU-Kommission kommen Wildschweine mit der Zeit auch an langen Zäunen vorbei. Vorbild bei der erfolgreichen ASP-Bekämpfung sei Tschechien, so der Experte. Dort habe man den Seuchenherd erkannt und rings um ihn Zäune aufgestellt.

Da die infizierten Wildschweine zu 100% sterben, müsse man nur lange genug warten, bis alle Tiere tot sind. Dann käme es darauf an, die Kadaver restlos zu beseitigen, da die Viren bis zu 6 Monate in den Kadavern überleben könnten. Mit der richtigen Umzäunung habe es Tschechien geschafft, inzwischen wieder als seuchenfreies Land anerkannt zu sein.

Van Goethem ist zuversichtlich, dass auch Belgien mit dieser Methode die Seuche bald in den Griff bekommt. Schiessen Jäger auf Wildschweine, könnte dies zu einer schnelleren Bewegung der Tiere beitragen. Ohne Jagd würden sie sich nur 2 bis 3 km pro Tag bewegen. Um die Ausbreitung der Schweinepest zu vermeiden, müssten vor allem auch Fernfahrer und Reisende immer wieder auf die Gefahren durch Wurst- und Fleischabfälle hingewiesen werden.


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