13.12.2016 14:11
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Millionenverluste für Bauern
In der russischen Kaukasusregion Krasnodar ist Anfang Dezember die Verbringung lebender Schweine stark eingeschränkt worden, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern. Die Krankheit führte zu Millionenverluste bei den Bauern.

Die Einhaltung der Transportverbote wird durch Polizeikontrollen überwacht; zudem wurde kleinen Hauswirtschaften verboten, ihr Schweinefleisch auf Märkten zu verkaufen. Nach Angaben des Föderalen Aufsichtsdienstes für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) verbreitet sich die Tierseuche in der Region sehr schnell.

Im November wurden zehn ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen und bei Tieren in grossen Schweinezuchtanlagen festgestellt. Darunter waren auch die Betriebe "Dan Kub" und "Kubanskij Bekon", die sich im Besitz von Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschow befinden. Nach Angaben des Moskauer Agrarressorts beläuft sich der Schweinebestand in der Region Krasnodar insgesamt auf 440'000 Stück. Davon mussten bereits 51'000 Schweine wegen der Pest gekeult werden. Landesweit sollen es 2016 rund 200'000 Tiere gewesen sein.

Das Ministerium beziffert die Verluste durch die Afrikanische Schweinepest in diesem Jahr auf rund 1,2 Mrd. Rbl (20 Mio. Fr.). Der nationale Verband der Schweinzüchter spricht von 40 Bio. Rbl (670 Mio. Fr.) in den vergangenen acht Jahren. Die Rechnung kann leicht noch höher ausfallen, wenn die ASP-Restriktionen in Krasnodar, also mitten in der „Kornkammer“ Russlands, auch die Getreideexporte von den wichtigen Schwarzmeerhäfen beeinträchtigen würden.

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