3.03.2016 17:17
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
F: Solidaritätsfonds für Schweinebauern genehmigt
Frankreichs Wettbewerbsbehörde hat das Projekt eines Solidaritätsfonds für Schweineerzeuger genehmigt. Das haben der französische Gross- und Einzelhandelsverband (FCD) und im Anschluss daran auch der französische Bauernverband (FNSEA) mitgeteilt.

Der Fonds geht auf eine langjährige Forderung der Interprofession Schweinefleisch (Inaporc) und des Fachverbandes der Schweineproduzenten (FNP) zurück. Er wurde bereits den europäischen Behörden zur Prüfung vorgelegt. Laut FCD soll der Solidaritätsfonds mit 100 Mio. Euro gefüllt werden. Weitere Einzelheiten über die Modalitäten zum Erhalt von Hilfen wurden allerdings noch nicht genannt.

Ab wann die Gelder, die über einen Zeitraum von sechs Monaten gewährt werden sollen, tatsächlich fliessen werden, ist ebenfalls noch unklar. Es solle aber „in den nächsten Tagen“ eine Vereinbarung geschlossen werden, teilte der FCD mit. Einzahlen sollen in den Solidaritätsfonds Handel, Schlachthöfe, Metzgereien, Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung und Restaurants.

Der FNSEA betonte vor Journalisten seine Hoffnung, dass der Fonds rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten werde. Tierhaltern seien die Bedingungen für den Erhalt von Geld aus dem Fonds noch nicht bekannt. FNSEA-Präsident Xavier Beulin erklärte jedoch, dieser Solidaritätsfonds sei dringend notwendig, einmalig und temporär. Zudem stellte er klar, dass der Fonds keine „Ergänzung zum Produzentenpreis“ darstelle, sondern zur „Verbesserung der Liquiditätslage“ der Betriebe beitragen solle.

Der FNP sprach sich dafür aus, den Fonds nun so schnell wie möglich zu konkretisieren, damit die Betriebe davon profitieren könnten. Indes forderte der FCD im Hinblick auf die Proteste der französischen Landwirte einen sofortigen Stopp aller Aktionen, die wirtschaftliche Schäden an Geschäften und Unternehmen verursachten.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE