7.12.2019 15:51
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
EU
EU-Schweinepreis auf 20-Jahre-Hoch
Der Produktionsausfall infolge der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Asien toppt alles bisher Dagewesene. Das Nachfrage-Höhepunkt bringt ein 20-jähriges Preishoch mit sich.

Etwa 1 Mio. t mehr Schweinefleisch als üblich (+75%) exportieren EU-Länder heuer nach China. Und weil die im Herbst abgeschlossenen Kontrakte noch bis Jahresende erfüllt werden müssen, erreicht die Preisrallye kurz vor Weihnachten Rekordwerte.

Am Verarbeitungssektor in der EU wird von Engpässen berichtet, wobei immer wieder von Speck die Rede ist, der sich im Jahresverlauf dreifach verteuert haben soll. Vor diesem Hintergrund hat die deutsche Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Basispreis um weitere 3 Cent angehoben. 

In Österreich herrschen seit Wochen die gleichen Verhältnisse wie in allen EU-Ländern mit Chinaexport-Betrieben. Die fieberhafte Suche nach Schlachtschweinen befeuert anhaltend die Preisgestaltung, berichtet Johann Schlederer, Geschäftsführer der Schweinebörse. Blickt man auf die Prospekte der Supermärkte, so ist zumindest bei Frischfleisch die Verbraucherpreisanhebung im Gange. Wurst- und Schinkenprodukte hinken da zum Leidwesen der Produzenten noch hintennach.

An der österreichischen Börse lag die Nachfrage um rund 10% über dem Angebot, was einen Preisanstieg um weitere 3 Cent zur Folge hatte. Die Mastschweine-Notierung steigt somit auf 2,01 Euro (Berechnungsbasis: 1,91 Euro) je kg Schlachtgewicht. 

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