30.09.2014 11:20
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Schweinepreise nicht kostendeckend
Auf die zunehmend prekäre Lage der deutschen Schweinehalter hat das Niedersächsische Landvolk hingewiesen. Wie dessen Pressedienst vergangene Woche mitteilte, liegen die Preise für Schweinefleisch derzeit um rund 25 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau.

Die Notierung für Schlachtschweine der Handelsklasse E sei allein in der aktuellen Woche um 10 Cent je Kilogramm zurückgenommen worden. „Damit erhält ein Mäster für ein schlachtreifes Schwein rund zehn Euro weniger“, erläuterte Landvolkpräsident Werner Hilse. Nach seiner Darstellung können die Tierhalter zu diesen Bedingungen ihre Kosten nicht mehr decken.

Mit betroffen von dem Preisrückgang sind dem Landesbauernverband zufolge auch die Sauenhalter. Deren Erlöse für Ferkel seien seit Anfang Juli um
rund ein Viertel auf 43 Euro (52 Fr.) je Tier gesunken. Dabei hätten die Schweinehalter bereits in den Sommermonaten mit einem unbefriedigenden Preisniveau auskommen müssen, weil infolge der wenig sommerlichen Witterung die Grillsaison nicht die erhoffte Nachfrage gebracht habe. Kühl- und Lagerhäuser seien zurzeit mit Fett- und Speckartikeln belegt, die eigentlich in den Export nach Russland gehen sollten.

Der stehe allerdings bereits seit Februar wegen derAfrikanischen Schweinepest (ASP) in Osteuropa still. Nach Angaben des Landvolks hoffen die Mäster jetzt dringend auf eine wieder anziehende Nachfrage mit dem Beginn der „Wurstplattenzeit“ im Herbst.

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