3.11.2017 09:19
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Schwyz
Wolf hat Schafe gerissen
Anfang Oktober wurden bei Einsiedeln SZ vier Schafe gerissen. Laboranalysen haben den Verdacht bestätigt. Es war ein Wolf.

In der Nacht auf Sonntag, 8. Oktober, hat ein Wolf in der Region Einsiedeln eine Schafherde angegriffen. Vier Schafe sind dabei verendet. Die Tiere gehörten dem Landwirt Leo Kälin.

Er sei während 40 Jahren mit über 300 Schafen auf die Alp gegangen und nie sei so etwas vergleichbares passiert, erklärte Kälin dem TV-Sender «TeleZüri». Mehrere Schafe von Kälin wurden vom Raubtier gebissen. Der Wildhüter sprach gegenüber dem Schafbesitzer von einem Wolfsangriff. Die Bauern in der Region sind seither sehr besorgt. «Wir bangen um unsere Tiere», sagte Landwirt Beat Effinger aus Einsiedeln gegenüber dem TV-Sender. Er habe 40 trächtige Schafe auf der Weide. Diese müsste er jeden Abend in den Stall transportieren, um sie vor dem Wolf zu schützen.

Der Verdacht der Bauern hat sich bestätigt. Wie Manuel Wyss, Abteilungsleiter für die Jagd im Umweltdepartement, gegenüber der «Luzerner Zeitung» sagte, hat eine der Proben bestätigt, dass es sich um einen Wolfsriss handelt. «Wir haben zwei Proben eingeschickt, eine davon war nicht interpretierbar, die andere belegt eindeutig einen Wolf.» Es fehlt noch Individualanalyse.

Bekannt ist, dass im Gebiet Einsiedeln Wolf M52 lebt. Dieser war bisher aber unauffällig. «Es kann also gut sein, dass die aktuelle DNA-Probe von einem anderen Wolf stammt», sagt Wyss. Dies würde bedeuten, dass ein zweiter Wolf im Grossraum Einsiedeln lebt. In den vergangenen zwei Jahren wurden im Kanton Schwyz nun drei Angriffe von einem Wolf dokumentiert. 

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