14.02.2019 09:49
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Tiergesundheit
Moderhinke: So läuft die Sanierung
Die beim Schaf weit verbreitete Klauenkrankheit Moderhinke ist sehr schmerzvoll für das Tier und verursacht wegen Behandlungen und Mastverlusten jährliche Unkosten von mehreren Millionen Franken. Nur gemeinsam und mit einem nationalen Bekämpfungsprogramm lässt sich laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen das Vorkommen der Moderhinke stark senken.

Ziel ist, dass spätestens fünf Jahre nach Beginn eines Bekämpfungsprogramms weniger als ein Prozent aller Betriebe in der Schweiz noch von der Moderhinke betroffen ist. Arbeitsgruppen erarbeiten zurzeit das genaue Vorgehen. Mit dabei sind Schäfer, Schafhändler und -züchter, der Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer sowie kantonale, universitäre und Bundesstellen. 

Die Resultate einer nationalen Studie zum Vorkommen des Moderhinke-Bakteriums werden Mitte 2019 erwartet und sind ein wichtiger Bestandteil bei der Erarbeitung des nationalen Bekämpfungsplans. Während der Bekämpfungsphase wird ein jährlicher Zyklus durchlaufen: In den Wintermonaten werden alle Schafherden untersucht. Wird die Moderhinke festgestellt, muss die Herde saniert werden. Herden, die frei von Moderhinke sind, werden durch organisatorische Massnahmen vor einer Ansteckung geschützt. Der Start erfolgt, wenn die TVD für Schafe und Ziegen etabliert ist. 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE