12.12.2014 13:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wolf
Freiburg bezahlt für nicht geschützte Schafe keine Entschädigung mehr
Im Kanton Freiburg erhalten ab 2015 Schafbesitzer, welche ihre Tiere nach dem 30. September nicht mit einem Herdenschutzhund bewachen, keine kantonale Entschädigung mehr. Das hat die Kantonsverwaltung nach einem Wolfsangriff vom Oktober dieses Jahres beschlossen.

Diesem Angriff in der ersten Oktoberwoche fielen auf einer nicht von einem Hund geschützten Alp gleich 17 Schafe zum Opfer - fast die Hälfte der insgesamt 37 im Kanton von einem Wolf getöteten Schafe des Jahrs 2014. Das teilte die Freiburger Kantonsverwaltung am Freitag mit.

Mit dieser Massnahme will der Kanton Freiburg die Hirten dazu bringen, ihre Herden besser zu schützen. Im Jahr 2013 waren im Kanton Freiburg dem Wolf noch 23 Schafe zum Opfer gefallen.

Die Koordinationsgruppe Wolf des Kantons Freiburg zieht ohnehin eine positive Bilanz der Wirkung von Hirtenschutzhunden: Zwar sei ihr Einsatz mit Mehrarbeit verbunden, steht in der Mitteilung weiter. 2014 seien aber im Kanton Freiburg nur neun Schafe auf Alpen gerissen worden, die von einem Hund geschützt wurden.

Das entspricht 2,25 Schafen pro Angriff. Auf nicht geschützten Alpen wurden hingegen mehr als fünf Schafe pro Angriff gerissen. 2014 standen auf acht der 42 Alpen im sogenannten Präventionsperimeter Wolf des Kantons Freiburg insgesamt 17 Herdenschutzhunde im Einsatz.

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