3.10.2016 15:34
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniela Nydegger
Bern
Reiter trotzen dem Regen
Wie entwickelt sich das Wetter? Findet das 46. Bauernpferderennen statt oder wird dieses verschoben? Das war die zentrale Frage, die am Wochenende die Mitglieder des Reitvereins Schwarzenburg BE beschäftigte.

Eine Verschiebung schlägt jeweils mehrere tausend Franken zu Buche. Zudem prognostizierten die Meteorologen für die darauffolgende Woche bereits die nächste Schlechtwetterfront. Was machen? Die RV-Mitglieder entschieden sich für die Flucht nach vorne und damit für die Durchführung des traditionellen Anlasses.

Gut sah’s aus, als am Morgen noch vor dem ersten Start die Sonne über Schwarzenburg lachte. Sie hielt sich bis Mittag wacker. Danach meinte es Petrus nicht mehr gut mit den Organisatoren. Die Bise kam zum Erliegen, starker Regen setzte noch vor dem Alpabzug ein. Dieser hielt fast eine Dreiviertelstunde an. Leider vertrieb das Regenwetter die sonst schon eher geringe Anzahl Zuschauer. Nur noch die Hartgesottenen blieben bis zum Schluss. Diese wurden aber für ihr Bleiben belohnt. Die Zuschauer kamen in den Genuss von spannenden und unterhaltsamen Rennen jeglicher Art. Die Reiter profitierten von den guten Bodenverhältnissen und blieben sturzfrei.

Nicht vom Rennen wegzudenken ist die Familie Dubois, Diese ist im Trabfahren, in Reiten, und im Galoppfahren immer an der Spitze mit dabei. Bei den schnellen Galopp-Wagenrennen traten bekannte Namen wie Soltermann, Oberli, Dürrenmatt oder Piller gegeneinander an. Die Sieger setzten sich jeweils hauchdünn durch.

Immer für einen Jöh-Effekt sorgen die Kleinsten. Auf Ponys unterschiedlicher Grösse traten sie gegeneinander an. Den Kleineren wurde ein Vorsprung gewährt, welcher dann aber während des Rennens schnell verloren ging. Auch für einen Jöh-Effekt sorgten die Fohlen, welche neben der Mutter mitliefen.

Zu den Besonderheiten gehört auch die Prüfung für Kjörer, welche sich auf Rollen von einem galoppierenden Pferd ziehen lassen. Das ist nur etwas für hartgesottene „Kerle“ und keine Prüfung, wenn man blaue Flecken meidet. Kein noch so spektakulärer Sturz liess die Teilnehmer ans Aufgeben denken. Auch wenn es nicht zum Sieg reichte, der Zieleinlauf gilt als Muss für jeden echten Kjörer.

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