13.01.2019 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - ats
Pferde
Branche hat Entwicklungspotential
Der Einsatzbereich für Arbeitspferde ist recht gross, und die Vor- und Nachteile sind bekannt. Über die Arbeitspferde-Branche in der Schweiz ist wenig bekannt. Mit einer Erhebung wurde versucht, diese zu erfassen.

Heute finde das Pferd auf dem Land und in der Stadt gleichermassen seinen Platz. Das Pferd ist vielseitig einsetzbar, beispielsweise in der Armee, bei der Polizei, in der Land- und Forstwirtschaft aber auch im Tourismusbereich oder in Gemeindewerken. Im naheliegenden Ausland, beispielsweise in Frankreich oder Belgien, sei die Arbeitspferde-Branche ziemlich gut strukturiert und bekannt. «In der Schweiz ist dies nicht der Fall», schreibt Agroscope Schweizer Nationalgestüt (SNG) in der Erhebung «Das Arbeitspferd in der Schweiz», welche Ende 2018 publiziert wurde.

Viele beteiligte Akteure

Obwohl es hierzulande einige Vereinigungen rund um das Arbeitspferd gebe, seien keine einschlägigen Zahlen oder Schätzungen verfügbar.  Zur Branche rund um das Arbeitspferd in der Schweiz würden zahlreiche Akteure gehören: private Nutzer, Leistungserbringer, Verbände, Lieferanten, Pferdezüchter, Gemeinden usw.

Arbeiten hobbymässig

«Es gibt heute keinen Dachverband, der alle Akteure unter sich vereint», heisst es.  So könne nur unscharf abgeschätzt werden wie viele Personen in der Schweiz mit Pferden arbeiten würden – über 350 schätzen Branchenkenner. Mehr als zwei Drittel seien hobbymässig im Tourismus tätig (Kutschenfahrten), nur wenige seien Berufsleute.

Fortschritt nötig

Die  Branche verfüge  über zahlreiche Vorteile benötige aber auch Unterstützung, Struktur und technischen Fortschritt. Fazit der Erhebung: Der Weg zur «Professionalisierung» der Arbeitspferde-Branche scheint also noch lang, auch wenn ihr Entwicklungspotenzial zweifellos vorhanden ist. 

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