6.08.2017 06:13
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
Milch
Ziel sind 20kg Lebenstagsleistung
Zwei Lely-Roboter stehen seit Frühling im Stall von Erich Walder aus Buch am Irchel ZH. Die 80 Kühe mit 38 bis 40kg Tagesmilch lassen sich im Schnitt dreimal täglich melken. Das entlastet die Euter.

Im Frühling dieses Jahres hat Erich Walder aus Buch am Irchel ZH seinen Stall umgebaut. Das neue Herzstück –  oder besser gesagt die beiden neuen Herzstücke – sind zwei Astronaut-Melkroboter der Firma Lely. Sie erleichtern Walder und den Kühen die Arbeit. Der Viehzüchter, der auch im Vorstand von Swissherdbook ist, erklärt: «Wir bewirtschaften einen Familienbetrieb mit 50ha LN und 80 Kühen.

Mit der Arbeitsbelastung sind wir an die Grenzen gestossen. Die Roboter nehmen die Arbeitsspitzen, bringen Flexibilität im Tagesablauf und auch ein Stück Lebensqualität.» Doch sei das Robotermelken auch für die Kühe ein Gewinn: «Die Anzahl Melkungen pro Tag ist von zwei  auf drei gestiegen. Das häufigere Melken wirkt sich positiv auf die Eutergesundheit aus, und die Milchleistung ist angestiegen.»

Maisbetonte Ration

Der Grund, dass sich die Kühe gerne und oft melken lassen, ist sicher auch mit der hohen Milchleistung zu begründen. Die Holstein- und Red-Holstein-Kühe geben im Schnitt 38 bis 40kg Milch pro Tag, das entspricht Lakationsleistungen von 11000 bis 12000kg. «Bei zweimaligem Melken im Melkstand war der Euterdruck bei den frischgekalbten Tieren teilweise grenzwertig hoch», meint Walder.

Diese Belastungsspitzen konnte ich dank den Robotern brechen.» Die Fütterung für die hohen Leistungen ist maisbetont, die Mischration hat einen Maisanteil von 70 Prozent. Der Mais wird in drei Harvestore-Silos gelagert. Das Kraftfutter wird der Ration beigemischt und ergänzend in den beiden Robotern zudosiert.

In L-Form angeordnet

Mit 80 Kühen sind die zwei Roboter, die im Stall in einer L-Form mit viel Freiraum angeordnet sind, nicht vollständig ausgelastet. Für Walder ist das kein Manko, sondern ein Pluspunkt: «Auch wenn die Kühe einige Stunden auf der Weide sind, gibt es keine Wartezeiten, und rangtiefere Tiere müssen nicht zurückstehen beim Melken. Zudem kommt es äusserst selten vor, dass ich eine Kuh in den Roboter treiben muss.»

Zuchtkälber verkaufen

Das Wohl seiner Tiere liegt dem Viehzüchter am Herzen. Deshalb sind  hohe Leistungen in seinen Augen nur erstrebenswert mit gesunden, langlebigen Kühen. «Das Zuchtziel muss eine effiziente Kuh sein, die das Grundfutter gut verwertet. Die Lebensleistungen sollten über 50000kg liegen, bei den Lebenstagsleistungen sind 20kg das Ziel.» Dank langlebigen Kühen hat Walder  die Möglichkeit, jedes Jahr rund 20 Zuchtkälber zu verkaufen – das nächste Mal am 13. April am Tag der offenen Tür auf seinem Betrieb.

Ziel sind 20kg LebenstagsleistungZwei Lely-Roboter stehen  seit Frühling  im Stall von Erich Walder aus Buch am Irchel ZH. Die 80 Kühe mit 38 bis 40kg Tagesmilch lassen sich im Schnitt dreimal täglich melken. Das entlastet die Euter. Susanne MeierIm Frühling dieses Jahres hat Erich Walder aus Buch am Irchel ZH seinen Stall umgebaut. Das neue Herzstück –  oder besser gesagt die beiden neuen Herzstücke – sind zwei Astronaut-Melkroboter der Firma Lely. Sie erleichtern Walder und den Kühen die Arbeit.

Robotermelken ist ein Gewinn für die Kühe

Der Viehzüchter, der auch im Vorstand von Swissherdbook ist, erklärt: «Wir bewirtschaften einen Familienbetrieb mit 50ha LN und 80 Kühen. Mit der Arbeitsbelastung sind wir an die Grenzen gestossen. Die Roboter nehmen die Arbeitsspitzen, bringen Flexibilität im Tagesablauf und auch ein Stück Lebensqualität.» Doch sei das Robotermelken auch für die Kühe ein Gewinn: «Die Anzahl Melkungen pro Tag ist von zwei  auf drei gestiegen. Das häufigere Melken wirkt sich positiv auf die Eutergesundheit aus, und die Milchleistung ist angestiegen.»

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