21.01.2020 16:40
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Österreich
Rätselhaftes Rindersterben
In Virgen im Osttirol (A) sind in den vergangenen zwei Wochen 11 Rinder verendet. Die Tiere sind weder an einer Seuche noch wegen den Haltungsbedingungen gestorben. Licht ins Dunkel sollen Speziallabors bringen.

«Ich kann den Fall bestätigen», sagt Tierarzt Dietmar Kurzthaler zu heute.at. Gemäss «Kleine Zeitung» sind 10 Kühe und ein trächtiges Rind verendet. 

Die Tiere sind in den vergangenen 14 Tagen nach und nach gestorben. «Wir haben sehr schnell reagiert und die Kadaver auf mögliche Seuchen hin untersucht. Mit dem Ergebnis, dass wir einen Seuchenbefall ausschliessen können», sagt Kurzthaler zur «Tiroler Tageszeitung». Ausgeschlossen wird auch eine unsachgemässe Haltung.

Wie die Zeitung weiter berichtet, handelt es sich um einen sehr guten Betrieb mit Spitzenleistungen. «So viele Tiere zu verlieren, ist katastrophal», sagt Konrad Kreuzer, Obmann der Bezirkslandwirtschaftskammer Osttirol.

Die Kadaver werden von Spitzenlabors in Deutschland und im österreichischen Bundesland Kärnten untersucht. Ergebnisse sollen in den kommenden Tagen vorliegen. «Bis Ende der Woche sollte jedenfalls Klarheit über das rätselhafte Kuhsterben herrschen», sagt Tierarzt Kurzthaler. Eine Vergiftung durch verunreinigtes Futter oder Giftpflanzen schliesst er nicht aus. 

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