24.05.2019 12:32
Quelle: schweizerbauer.ch - Adrian Haldimann
Viehzucht
Mit der Zucht Geld verdienen
Vor einem halben Jahr verkaufte Beat von Allmen mit All-Star Agent Elegance eine der schönsten Jungkühe in der Schweiz. Der «Schweizer Bauer» hat All-Star Holstein in Rapperswil BE besucht - -> mit Video

Jeder kennt sie und jeder weiss, wie gut sie ist – die Erstlingskuh All-Star Agent Elegance VG-86. Für ihre Besitzer Gobeli Holstein, Ruedi Gasser und Hansjörg Räz, Saanen BE, gewann sie an der Swiss Expo 2019 den Intermediate-Championtitel. Kurz darauf liess sich Elegance an der Expo Bulle als Junior-Champion feiern. Auch kantonal erreichte sie diesen Frühling mit 4444 90 die Maximaleinstufung.

Starke Herde

Elegance ist kein Zufallsprodukt. Das weiss man, sobald man den hellen Anbindestall von All-Star Holstein betritt und das bestechende Exterieur der 18-köpfigen auf Stroh gebetteten Kuhherde sieht. Betriebsleiter Beat von Allmen setzt neben der Milchproduktion auf die Vermarktung von roten und schwarzen Holsteinkühen.

Jährlich verlassen rund fünfzehn junge Kühe den Betrieb. Mit Zuchtkenntnis und Leidenschaft präsentieren die Brüder Beat und Stefan von Allmen während des Betriebsbesuches von jeder Kuh die Abstammung und ihre Geschichte.

Champions-League-Niveau

Etwas länger dauern die Erklärungen bei der 8-jährigen Marine-Tochter Elastic. Sie sticht mit ihrem kompletten Exterieur und ihrer EX-92 Einstufung ins Auge. «Wir kauften Elastic, als sie mit ihrem zweiten Kalb galt war», erzählt Stefan von Allmen. Ein glücklicher Kauf, denn Elastic brachte zwei Jahre später Elegance zur Welt. All-Star Holstein will mit der Zucht Geld verdienen und ist gerne bereit, das Beste vom Besten zu verkaufen, wie sie es mit Elegance im vergangenen Herbst getan haben.

Sowohl bei Elastic als auch bei Elegance hatten die Viehhändler Marc und Erhard Junker aus dem nahegelegenen Iffwil BE die Finger im Spiel. Elastic brachten sie und Elegance holten sie. «Wir freuen uns, dass Elegance auf dem bekannten Zucht- und Ausstellungsbetrieb Gobeli Holstein in guten Händen ist. Wir sind uns bewusst, dass grosse Erfolge auf Champions-League-Niveau beste Betreuung und bestes Management erfordern.»

Strategie Stierenproduktion

Da die Nachzucht meist in weiblicher Form erwünscht ist, werden Rinder und Kühe gesext besamt. Aber nicht nur. «Die Stierenproduktion gehört zu unserer Strategie.» Die letzten zwei Stiere seien an Swissgenetics verkauft worden. «Wir entschieden uns für die Verkaufsvariante mit dem höheren Verkaufspreis ohne Gewinnbeteiligung pro verkaufte Samendose. Die Chance, dass von einem Jungstier längerfristig viele Samendosen verkauft werden, ist durch den schnellen genomischen Fortschritt klein», begründet Stefan von Allmen den Entscheid.

Im «Schweizer Bauer» vom Samstag, 25. Mai, lesen Sie mehr über All-Star Holstein. Sie erfahren, welche Verkaufskanäle sie für ihre Kühe nutzen und weshalb sie bei Holstein vor allem auf die rote Kuh setzen.

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