28.09.2018 13:52
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Thurgau
Arenenberg:2,4 Mio. für neuen Stall
Die Domäne Arenenberg erhält soll einen neuen Milchvieh-Stall erhalten. Der Thurgauer Regierungsrat unterbreitet dem Grossen Rat einen Objektkredit über 2,43 Millionen Franken.

Die Domäne Arenenberg mit dem landwirtschaftlichen Ausbildungs- und Demonstrationsbetrieb sei ein wichtiger Bestandteil BBZ Arenenberg, heisst es in einer Mitteilung des Thurgauer Regierungsrates. 

Der heutige Milchvieh-Stall stammt aus dem Jahr 1959 und wurde 1990 erweitert. Heute könne er die Anforderungen hinsichtlich Grösse und Ausrüstung nicht mehr erfüllen, so der Regierungsrat. Der neue Offenstall soll für 52 Milchkühe sowie 9 Kälber Platz sowie genügend Heuraum bieten. Ein zentrales Element soll der Melkroboter in Kombination mit einem ungehinderten Weidezugang werden. 

Die Bedingungen für die Thurgauer Milchwirtschaft hätten sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verändert, schreibt die Regierung. Heutige Betriebe würden oft Kuhherden mit 50 bis 80 Kühen oder mehr halten. "Aufgrund dieser Veränderungen ist auch das Betriebskonzept für den Milchviehstall des Schulbetriebs am BBZ Arenenberg anzupassen", heisst es weiter. Der neue Stall soll für die Lernenden, die Landwirtschaft und die Öffentlichkeit eine Referenz sein in Bezug auf Organisation, Führung und bauliche Ausstattung eines wirtschaftlichen Milchviehbetriebs. Er soll auch als Demonstrationsstall genutzt werden. 

Noch muss der Grosse Rat dem Kredit zustimmen. Der Entscheid unterliegt dem fakultativen Referendum. Läuft alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten im zweiten Halbjahr 2019 beginnen und im Sommer 2020 abgeschlossen werden.

Das Projekt

Der bestehende Stall wird abgebrochen und als Ersatzneubau mit grösseren Abmessungen am selben Ort wieder erstellt. Das Projekt sieht einen Milchviehstall für 52 Milchkühe und insgesamt neun Kälber vor. "Der als Offenstall konzipierte Bau mit grosszügigem Liegebereich gewährt zusammen mit dem Melkroboter und dem freien Weidezugang den Tieren ein hohes Tierwohl, viel Licht und ein optimales Klima mit guter Luft", hält die Regierung fest. Es wird keine  beheizten Räume geben. Das Heizregister für die Heutrocknung wird über die Holzschnitzelheizung betrieben. Auf den südlichen Dachflächen ist eine Photovoltaikanlage geplant. Die Weideflächen befinden sich östlich vom Stall. Die Tiere sollen möglichst viel Weideauslauf erhalten. Dazu ist eine Unterführung der angrenzenden Strasse vorgesehen. Geprüft wird allerdings auch eine Variante «Weideübergang über die Strasse».

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