25.09.2018 14:11
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fütterung
92% des Futters aus der Schweiz
Die Schweizer Raufutterverzehrer werden zu 91.6% mit inländischem Futter und zu 86.6% mit einheimischem Raufutter gefüttert. Deshalb müsse genügend Fläche für die Raufutterproduktion zur Verfügung stehen und Anpassungen bei Systembeiträgen vorgenommen werden, fordern die Schweizer Milchproduzenten (SMP).

«Die Schweiz ist im Vergleich mit dem Ausland an der Spitze», halten die SMP am Dienstag in einem Communiqué fest. Nur 8.4% der Futtermittel werden der Organisation importiert. Davon seien rund die Hälfte Nebenprodukte aus der Lebensmittelherstellung. Gemäss den Recherchen der SMP betragen die Importe beim Raufutter 2.2 Prozent.

Die Schweiz sei ein Wasser- und Grasland und die Milchproduktion aus diesem Grund standortangepasst. Deshalb fordern die SMP eine Förderung der inländischen Raufutterproduktion. Möglich sei dies durch Anpassungen bei den Produktionssystembeiträgen wie bei der graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion (GMF) in der künftigen AP22+. Der Organisation schwebt eine Aufweichung der Silomais-Grenze vor. Bis jetzt zählt Silomais nicht zum Raufutter. Heute werd importiertes Raufutter wie Luzerne dem Silomais vorgezogen, kritisieren die SMP.

Zudem verhindern aus der Sicht der SMP die Milchkühe Lebensmittelverschwendung (Food Waste). Denn bei der Herstellung von Lebensmitteln aus Getreide fällt als Abfallprodukt Extraktionsschrot an, der als wertvoller Inhaltsstoff in der Tierfütterung eingesetzt wird. «In der Milchviehfütterung ist vom eingesetzten Kraftfutter (rund 10% der Gesamtration) rund 6.4% Extraktionsschrot aus der Nahrungsmittelproduktion», betonen die SMP. Die Nutzung dieser «Abfälle» sei «aktives Anti-Food-Waste». Zudem stamme 96 Prozent eingesetzten Sojas respektive Sojaschrots aus nachhaltigem und zertifiziertem Anbau. Die SMP beziehen sich auf die Angaben des Sojanetzwerks Schweiz.

Auch  bei den Heim- und Zootieren gibt es Raufutterverzehrer. Als Heimtiere deklarierte Pferde, Nager und Zootiere sind für rund 2% der importierten Futtermittel verantwortlich, ohne für die menschliche Ernährung und die Nahrungsmittelversorgung einen Stellenwert zu haben.

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