4.06.2017 15:28
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Südfrankreich
Neustart für Geflügelhalter
Im Südwesten Frankreichs dürfen die vielen dort ansässigen Gänse- und Entenhalter ihre Bestände wieder aufbauen, die aufgrund der Geflügelpest stark dezimiert worden waren. Zudem war in mehreren Regionen ab dem 17. April ein sechswöchiger Leerstand zur Bekämpfung der Seuche angeordnet worden.

Die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Produktion ab Ende Mai ist laut Angaben des Pariser Landwirtschaftsministeriums vom daran geknüpft, dass spezielle Hygienevorschriften und Kontrollmaßnahmen eingehalten werden.

In Frankreich gab es beim jüngsten Seuchenzug der aviären Influenza insgesamt 485 Ausbrüche in Nutzgeflügelbeständen, die meisten davon im Südwesten des Landes.

Letzter Ausbruch Ende März

In den besonders betroffenen Gemeinden der Départements Gers, Haute-Garonne, Landes, Pyrénées-Atlantiques und Hautes Pyrénées wurden die vorsorgliche Tötung von Beständen sowie ein kompletter Produktionsstopp verfügt.

Diese Massnahmen waren offenbar erfolgreich, denn der letzte Ausbruch datierte vom 29. März, und mittlerweile wurden alle Restriktionszonen wieder aufgehoben. Um zukünftig Produktionseinbrüchen infolge der Geflügelpest vorzubeugen, wurden in einer ministeriellen Verordnung vom 31. März 2017 veterinärhygienische Bedingungen für die Wiederaufstallung vereinbart, die ein Jahr Gültigkeit haben.

Leberpastetenproduktion wieder aufnehmen

Alle in der Tierhaltung Tätigen hatten sich laut Angaben des Ministeriums per Unterschrift zu diesem Pakt verpflichtet, der die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen vorsieht. Dadurch sollen zukünftig die Ausbreitung des Grippevirus besser eingedämmt und die Geflügelhaltung zur Leberpastetenproduktion wiederbelebt werden.

Nach Angaben der Geschäftsführerin des interprofessionellen Ausschusses für Stopflebergeflügel (Cifog), Marie-Pierre Pé, werden allerdings noch ein bis anderthalb Monate vergehen, bis in allen vom Leerstand betroffenen Betrieben die Erzeugung wieder in vollem Umfang läuft. Die Produktion der Leberpastete könnte sogar erst im September wieder beginnen. Laut Pé haben die Ausfälle durch den angeordneten Leerstand 52 % der französischen Leberpastetenproduktion betroffen und zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden geführt, die immer noch andauern.

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