30.03.2015 14:25
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Forschung
Geschlechtsbestimmung im Ei macht Fortschritte
Die Universitäten Leipzig und Dresden planen, Ende 2016 einen Prototypen eines Gerätes zu haben, mit dem das Geschlecht eines Kükens bereits im drei Tage angebrüteten Ei festgestellt werden kann. Das Bundeslandwirtschaftsministerium will das Projekt nun stärker finanziell unterstützen, um das Töten von männlichen Küken so schnell als möglich beenden zu können.

Er sei fest davon überzeugt, dass innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre eine Technologie entwickelt werden kann, die flächendeckend vermarktet wird und damit dem Kükentöten ein Ende bereitet, sagte der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt bei der Besichtigung des Labors an der Universität Leipzig gemäss Medienmitteilung. Die Forschung zur Beendigung des Kükentötens ist zentraler Bestandteil einer Tierwohl-Initiative des Landwirtschaftsministeriums. Bisher hat der Bund zwei Millionen Euro dafür investiert, weitere Gelder sollen nun folgen, um eine rasche praktische Umsetzung zu ermöglichen.

Im Rahmen der Forschung hat sich gezeigt, dass die Geschlechtsbestimmung mittels Nah-Infrarot-Raman-Spektroskopie (NIR) am vielversprechendsten ist. Dabei werden kleine Blutgefässe im Ei für die Geschlechtsdiagnose genutzt. Eine Geschlechtsbestimmung dauert derzeit noch rund 15 bis 20 Sekunden, soll aber in Zukunft in klar unter 10 Sekunden möglich sein.

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