3.06.2017 15:40
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Vogelgrippe
Geflügel: Sicherheitsmassnahmen weiter einhalten
In Niedersachsen ist die Geflügelpest klar auf dem Rückzug, so dass mittlerweile alle Restriktionsgebiete aufgehoben wurden und das Landwirtschaftsministerium in Hannover den Tierseuchenkrisenfall für beendet erklärt hat. Eine vollständige Entwarnung könne es aber nicht geben, warnte das Landvolk Niedersachsen da es nach wie vor zu sporadischen Ausbrüchen bei Wildvögeln kommen könne und das Virus in anderen Ländern noch aktiv sei.

Kürzlich hatte Russland nach aktuellen Geflügelpestfällen die Ausfuhr von Geflügelfleisch aus einigen Regionen gesperrt. „Wir empfehlen allen Geflügelhaltern, die Biosicherheitsmassnahmen weiterhin voll umfänglich aufrechtzuerhalten“, betonte deshalb der Vorsitzende im Tierseuchenausschuss des Landvolks, Norbert Meyer.

Er verwies dabei auf die Empfehlungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI). Dieses rät unter anderem zum Tragen von stallspezifischer Schutzkleidung und entsprechendem Schuhwerk sowie der Reinigung und Desinfektion von Geräten, die mit Vögeln in Kontakt waren. Die bestmögliche Vermeidung von direkten Kontakten zwischen Geflügel und Wildvögeln gelte ebenfalls als unausweichlich zur Seuchenvorsorge.

Schwerster und längste Periode

Zudem sollte jeder Tierhalter nochmals überprüfen, ob seine Meldungen an die Tierseuchenklasse korrekt seien, damit er im Seuchenfall den vollen Ausgleich erhalten könne. Einen besonderen Dank richtete das Landvolk an alle Mitarbeiter, die in die Bewältigung des Seuchenzuges eingebunden waren. „Sie alle haben dazu beigetragen, die Massnahmen zur Seuchenbekämpfung schnell und effektiv umzusetzen, unsere Landwirte immer aktuell und umfassend zu informieren und mit den richtungsweisenden Hinweisen noch schlimmeres zu verhindern“, erklärte Meyer.

Er wies darauf hin, dass das FLI das jüngste Geflügelpestgeschehen als das am längsten andauernde und schwerste in Europa eingestuft habe. Branchenintern werde nun darüber diskutiert, wie sich die Tierhalter noch besser und effektiver gegen eine Einschleppung des Virus in Tierbestände wappnen könnten. Vor diesem Hintergrund bezeichnete Meyer die Einhaltung aller Biosicherheitsvorschriften durch die Tierhalter als unausweichlich. 

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