9.10.2015 11:47
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Australien
Freilandei beschäftigt Australien
In Australien wird der Begriff Freilandeier neu definiert. Im Sommer 2015 hat der Konsumentenverband Choice herausgefunden, dass jeder Händler etwas anderes unter „Freiland“ versteht.

Im letzten Jahr sollen gemäss Choice 214 Millionen Eier als Freilandeier (Free range) verkauft worden sein, die den Ansprüchen der Konsumenten nicht genügen würden. Das Bedürfnis der Konsumenten nach tierfreundlicher Haltung würde durch die Detailhändler schamlos ausgenutzt, ohne eine entsprechende Leitung zu erbringen, sagte Matt Levey gegenüber dem staatlichen Fernsehen ABC Australia.

Ein „Freilandei“ kostet rund 66 Rappen und ein Käfigei 45 Rappen. Anders als in Europa ist die Käfighaltung im Känguruhland noch gestattet, aber ein Verbot ist im Gespräch. Noch werden 12 Millionen Legehennen in Batterien gehalten, gemäss Tierschutzorganisation Voiceless. Nun ist das Landwirtschaftsdepartement in Canberra erstmal daran, nationale Standards für Freilandeier festzulegen. Doch die Meinungen in der Geflügelbranche gehen diesbezüglich noch weit auseinander.

Einige votieren für 1‘500 Tiere pro Hektare, andere für 10‘000 Hennen. Dies kann aber schon als Fortschritt bezeichnet werden, den heute werden auch Eier von Hennen als Freiland bezeichnet, wo 20‘000 Tieren nur 100x100 Meter Auslauf gewährt werden. Auch die Abstufung der Deklarationen nach Premium Freilandei, Zugang zu Auslauf oder Käfigei und Stallei werden diskutiert. Die Verschärfung der Bestimmungen soll den Geflügelsektor bis zu 320 Millionen Franken kosten.

 

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