5.04.2014 18:52
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
Bern: Protest gegen «Eierindustrie»
In Bern haben am Samstag Tierschützer unter dem Motto «Frohe Ostern?» gegen die «Ausbeutungspraxis in der Eierindustrie» protestiert. Auf dem Bärenplatz machten als Hühner verkleidete Aktivisten der Organisation tier-im-fokus.ch (TIF) auf das Leid von Legehennen vor und nach Ostern aufmerksam.

Man wollte über die «Gewaltkultur hinter dem Ostergaudi» informieren, schrieb TIF in einer Mitteilung. Unter anderem erhängten sie über dem Platz ein grosses Plüsch-Huhn. Gleiches widerfahre «Millionen Hühnern nach Ostern». Alleine in der Schweiz würden dann eine halbe Million Legehennen «entsorgt».

Die Aktivisten verteilten auch Flyer zum Thema an Passanten und zeigten auf Plakaten «realitätsgetreu das blutige Innenleben der Schlachtfabriken sowie federpickende Legehennen aus einem Berner Stall», hiess es weiter. Viele Passanten hätten geschockt reagiert auf die grausamen Mechanismen der Schweizer Eierproduktion, die Massentierhaltung mit Ställen von bis zu 18'000 Hühnern gestatte. «Viele konnten nicht glauben, dass die gezeigten Bilder aus der Schweiz stammen.»

Gemäss der Höchstbestandesverordnung des Bundes sind maximal 18'000 Legehennen pro Betrieb erlaubt. Gleiches gilt für Mastpoulets.

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