26.02.2020 10:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Wettbwerb
Sie ist die Mutterkuh des Jahres
2019 haben der «Schweizer Bauer» und «Terre & Nature» den Wettbewerb Kuh des Jahres durchgeführt. Sie, liebe Leserinnen und Leser, konnten zwischen 77 Kühen in den beiden Kategorien Milch- und Fleischrassen Ihren Favoriten wählen. Bei den Fleischrassen holte sich Alpine den Titel. Sie ist ist nicht nur schön, sondern auch fruchtbar.

Florian Wenger bewirtschaftet mit seiner Frau und vier Kindern in Vermes im Jura einen Betrieb mit 57ha in der Bergzone II und III an einem Nordhang und etwas Land in der Bergzone I. «Es ist kein einfacher Betrieb zum Bewirtschaften», betont der Betriebsleiter. «Mutterkuhhaltung ist der wichtigste Betriebszweig, daneben haben wir noch eine kleine Gruppe Schafe und Ziegen, und ich arbeite im Winter noch im Winterdienst.»  

Dreimal Zwillinge

Von Alpine hält er viel: «Alpine ist eine schöne Kuh, sie hat einen umgänglichen Charakter.» Und Alpine ist sehr fruchtbar. Bei sechs Abkalbungen hatte sie dreimal Zwillinge. Trotzdem weist sie sie eine Zwischenkalbezeit von nur 350 Tagen auf. Die ersten Zwillinge seien leider gestorben, «aber dank ihrem guten Charakter konnte ich Alpine melken, und so hatten wir im Haushalt Milch von einer Mutterkuh.»  

Bezüglich Grösse ist Alpine in den Augen von Florian Wenger mit 145cm eher an der oberen Grenze. Und da sie sehr lang ist, bringt sie ein rechtes Gewicht auf die Waage: 934kg stehen im Zuchtausweis. Keine grossen Erfahrungen hat die Mutterkuh des Jahres mit Ausstellungen. Als Rind sei sie einmal an einer Schau gewesen, erinnert sich ihr Besitzer. Seither habe es nie gepasst, sie auszustellen, weil die Kälber nicht im richtigen Alter gewesen seien.

Achtet auf ruhige Tiere

Florian Wenger züchtet seit bald 25 Jahren Fleisch-Simmentaler. Derzeit hält er 30 Kühe und 10 Rinder: «Wir arbeiten sehr extensiv und sind seit zwei Jahren Bio, ein nachhaltiger Umgang mit der Umwelt hat einen hohen Stellenwert. Die letzten Kälber von Alpine sind zwei Munikälber. Davor hatte sie zwei Kuhkälber, die jetzt als Rinder im Stall stehen. Ebenfalls im Stall steht eine Tochter aus einer früheren Abkalbung.

Florian Wenger achtet in der Zucht auf unproblematische, ruhige Tiere. «Weitere Zuchtziele sind Fleischigkeit, schöne Euter und die genetische Hornlosigkeit», ergänzt er, «aber ein Tier, das im Charakter nicht sauber ist, hat keine Chance.»

2. Rang: Kreta

Die Iwan-Tochter Kreta gehört Pius Schmid aus Flühli LU. Die einzige Original-Braunvieh-Kuh bei den Fleischrassen ist mit EX 93 beschrieben, sie ist 138cm gross und 765kg schwer. Ihre Zwischenkalbezeit liegt bei 367 Tagen.

3. Rang: Thunstetten’s Nouga

Thunstetten’s Nouga kommt aus dem Stall von Andreas Burren, Thunstetten BE. Die 2010 geborene Tochter von C. N. Eldorad ist mit EX 95 beschrieben. Die Limousin-Kuh wiegt 898kg. Ihr Erstkalbealter liegt bei 27 Monaten.

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