15.10.2018 13:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
Rindfleisch: Klimasteuer gefordert
Der von der dänischen Regierung Anfang vergangener Woche vorgelegte Klimaschutzplan hat die Diskussion um die Rolle der Landwirtschaft bei der Eindämmung des Klimawandels angeheizt.

Die links-grüne Oppositionspartei „Alternative“ fordert drastische Massnahmen, wozu unter anderem die sofortige Einführung einer „Klimasteuer“ auf Rindfleisch gehört. Die Abgabe, die den Umweltkosten der Rindfleischproduktion entsprechen soll, müsste nach Auffassung der Partei bei umgerechnet 1,90 Euro (2.20 Fr.) pro Kilogramm Fleisch liegen.

Vom Dachverband der dänischen Land- & Ernährungswirtschaft(L&F) wird eine solcheAbgabe strikt abgelehnt. Er weist darauf hin, dass diese kaum die tatsächlichen „Klimakosten“ der Rindfleischerzeugung abbilden könnte. Auch wäre eine Vergleichbarkeit zwischen dänischem und ausländischen Produktionsmethoden nicht gegeben, was einer klaren Wettbewerbsverzerrung entsprechen würde. 

Der „alternative Klimaplan“ der Oppositionspartei sieht ausserdem die vollständige Umstellung der dänischen Landwirtschaft auf die ökologische Wirtschaftsweise bis zum Jahr 2040 vor. Die Förderpolitik der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) soll konsequent auf den Klimaschutz ausgerichtet werden. Ausserdem fordert die „Alternative“ den Ausstieg aus den fossilen Treibstoffen in der Landwirtschaft bis 2030. Dafür soll unter anderem die Steuerermässigung auf Agrardiesel aufgehoben werden. Daneben werden der Verzicht auf Futtermittelimporte und chemische Düngemittel sowie ein Ausbau der Biogaserzeugung verlangt.

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