9.02.2016 10:17
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Gen-Erhaltungsrassen im Aufwind
Obwohl in Österreich mit Beginn des Jahres 2015 die gekoppelte Mutterkuhprämie ersatzlos gestrichen worden ist, hat sich die Gesamtzahl der Herdebuchkühe unter der Fleischleistungsprüfung seitdem kaum verändert. Gemäss der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) ist im vergangenen Jahr die Zahl der Herdebuchkühe lediglich um 112 Stück oder 0,47 % gesunken.

Die Anzahl der Zuchtbetriebe sei sogar um 64 gestiegen. Nach Angaben der ZAR konnte sich 2015 erstmals eine Generhaltungsrasse an den ersten Platz der Statistik setzen. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Zahl der Murbodner Rinder um 5 % auf 4'512 Herdebuchkühen erhöht. Dahinter folgten Fleckvieh mit 4'238 Tieren und Pinzgauer mit 2'515 Stück. Mittlerweile liege der Anteil der Generhaltungsrassen in der Fleischleistungskontrolle bei über 50 %.

Einen Wechsel an der Spitze gab es laut ZAR auch bei den Bundesländern. Mit einer Gesamtzahl von 5'096 Tieren sei nun die Steiermark das Land mit den meisten Fleischrinderherdebuchkühen, gefolgt von Niederösterreich mit 5'050 und Kärnten mit 3'888 Stück. Die Standardgewichte der Rinder, die 2015 der ZAR zufolge deutlich häufiger erhoben wurden als in den Jahren davor, haben sich im Vergleich zu 2014 überwiegend auf einem stabilen Niveau gehalten. Betrachte man die Durchschnittswerte über alle Rassen, so sei das 200-Tage-Gewicht sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Kälbern gestiegen.

Auch das 365-Tage-Gewicht der weiblichen Tiere habe sich im Vorjahresvergleich verbessert, während bei den männlichen Rindern ein leichtes Minus verzeichnet worden sei. Die ZAR ist davon überzeugt, dass der Verbesserung der Managementkennzahlen künftig eine noch grössere Bedeutung zukommt. So habe 2015 der Anteil der Kühe mit mehr als fünf Abkalbungen erstmals über 35% gelegen, und das Durchschnittsalter sei auf 6,91 Jahre gestiegen.

Auch die Daten der Kälbersterblichkeit hätten sich weiter verbessert. Erstmals seit zehn Jahren sei der Anteil der innerhalb von 48 Stunden verstorbenen Kälber auf unter 5% gesunken. Konstante Werte seien bei der Abkalbequote und der Zwischenkalbezeit ermittelt worden.

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