15.10.2018 18:00
Quelle: schweizerbauer.ch - wpf
Olma
Urner Blooming-Rind gewinnt
Blooming Jacky von den beiden Jungzüchtern und Besitzern Michi Kempf und Claudio Gisler gewinnt am Olma-Jungzüchterwettbewerb. Vize-Champion wird Felder's BS Biver Bivorah von Junzüchter Pascal Felder aus dem Stall seines Vater Franz Felder, Marbach LU.

"Es ist ein grosses und langes Rind mit einem ideal geneigten Becken" so der Kommentar von Richter Mirco Sutter aus Mathon GR zum Championrind kurz vor der Bekanntgabe seiner Entscheidung bei der Championwahl. Jacky (Blooming x Fantastic) von den beiden Urner Jungzüchtern und Besitzern Michi Kempf und Claudio Gisler hatte die härteste Konkurrenz in der eigenen Abteilung. 

Zweijähriges Championrind

Und so kam es schon vor der Championwahl zu der wichtigen Vorentscheidung. Die Abteilung 5 mit den ältesten Rindern war nämlich eine Hammerabteilung. Richter Sutter gab Jacky den Vorzug weil sie grösser, länger und auch tiefer gewachsen ist als die Zweitrangierte Felder's BS Biver Bivorah von Jungzüchter Pascal Felder. Auf dem dritten Rang stand mit Felder's BS Blooming Bloom ein weiteres sehr harmonisches Top-Rind aus dem Stall von Franz Felder aus Marbach LU. Die sehr milchbetonte Bivorah mit sehr guten Übergängen holte dann später verdient den Vize-Championtitel.

Das genau zweijährige Championrind ist seit März von Bays (gesext) trächtig und steht im Stall von Karl Gisler-Arnold auf dem Haldi bei Schattdorf. Mirco Sutter stand zum ersten Mal als Richter im Ring und durfte gleich eine nationale Jungzüchterschau richten. Der souveräne Richter würdigte zum Schluss aber auch die Eleganz, die Vorhand, das ideale Becken und das feine und ideal gewinkelte Fundament des Championrindes.

Durrer mit Ehrenerwähnung

Die Siegerin der Abteilung 4, Sutter's BS Jongleur Palma aus dem Stall von Tres Durrer und von Jungzüchter Patrick Durrer, Giswil, erhielt als Gesamtdritte die Ehrenerwähnung. Palma besticht mit ihrer mächtigen Brust, dem sehr gut aufgesetzten Widerrist, den offene Rippen und ist korrekt im Becken und Fundament.

Ebenfalls im Final mit fünf Rindern stand die Siegerin der Abteilung 2, Philipp's Norwin Timora von Philipp Zweifel, Linthal. Auch der immer wieder erfolgreiche Jungzüchter Marco Müller schaffte es einmal mehr ein Rind in den Final zu bringen. Er präsentierte Immenberg BS Calvin Grace von Immenberg Brown Swiss, Schönholzerswilen. In der Abteilung 1 mit den jüngsten Rindern gewann die sehr harmonische und sehr gut vorgeführte Chämpf’s BS Blooming Resi von Fabian Kempf und Jungzüchter Claudio Gisler, Erstfeld. 

In 5 Abteilungen wurden gut 30 Rinder präsentiert. Leider wurden relativ viele der angemeldeten Rinder nicht aufgeführt. Die Teilnehmerzahl hat in den letzten Jahren an diesem Wettbewerb etwas eingebüsst. Dafür war die Qualität der Rinder und der Anlass an sich wie gewohnt von bester Qualität. Einige der Spitzenrinder wird man wohl noch mehrmals in der kommenden Schausaison bestaunen dürfen.

Kälberwettbewerb als Publikumsmagnet

Der erste Olma-Sonntag steht traditionell im Zeichen der Braunvieh-Jungzüchter. Nach dem Rinderwettbewerb am Morgen findet am Nachmittag der Kälberwettbewerb statt. Rund ein Dutzend Kinder der Jahrgänge 2007 bis 2012 präsentierten ihre Kälber. Auch in diesem Jahr war der Kälberwettbewerb wieder ein Publikumsmagnet. 

Als Experten waren hier die Braunviehkönigin Patrizia Hobi, Flums, und der Schwinger Roger Rychen, Mollis, im Einsatz. Mit viel Kreativität, Witz und ganz viel Charme stellten die Kinder ihre Lieblingskälber vor. In der Abteilung mit Kinder der Jahrgänge 2007 und 2008 gewann Irene Müller aus Stein AR mit Maico Theresa. Marlen Brülisauer aus Urnäsch gewann mit Kalb Halk Linea bei der Kategorie mit Kinder der Jahrgänge 2009 bis 2012.

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