19.09.2020 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - rup
Viehzucht
«Die Ausstellung lebt von Emotionen»
Bereits Mitte Juli musste die Swiss Red Night abgesagt werden, die Mitte September stattgefunden hätte. Jürg Brönnimann ist seit 2017 OK-Präsident. Er erklärt die Absage und schaut auf die zehn erfolgreichen Jahre der Ausstellung zurück.

Zehnjährig wäre die Swiss Red Night in diesem Herbst geworden. Doch aus der Jubiläumsfeier wird vorerst nichts, musste die Viehausstellung mit Kühen aus der ganzen Schweiz doch schon Mitte Juli abgesagt werden. «Eigentlich wollten wir versuchen, die Ausstellung durchzuführen. Doch schliesslich realisierten wir, dass dies mit den Auflagen rund um das Coronavirus nicht machbar ist», begründet OK-Präsident Jürg Brönnimann die Absage. 

Von Burgdorf nach Bern

Seit 2011 findet die Swiss Red Night jeweils Anfang September auf dem Areal des Nationalen Pferdezentrums (NPZ) in Bern statt. Zuvor organisierte das Schweizer Red-Holstein-Komitee die RH Night in Burgdorf BE. «Aus Kostengründen und wegen der damals nicht ganz glücklichen Infrastruktur in Burgdorf ist man dann hierhergezogen», erinnert sich Brönnimann, der seit 2017 an vorderster Front dabei ist. Doch schon zuvor nahm der Landwirt aus Zimmerwald BE selbst erfolgreich an der Ausstellung teil. Mit seiner Kuh Waldhof Sam Samira holte er 2011 den Titel des Reserve-Schöneuter-Champions.

Etwas Wehmut

«Die Emotionen, die Zuschauer und die familiäre Atmosphäre machen die Swiss Red Night aus», meint Brönnimann. Deshalb verspüre er dieses Jahr sicher auch ein bisschen Wehmut wegen der Absage. «Eine Ausstellung ohne Zuschauer kam für uns aber nicht infrage.»  Wenigstens konnte durch ein Entgegenkommen des NPZ der finanzielle Schaden in engen Grenzen gehalten werden.

«Rote Kuh gesucht»

In all den Jahren machten bekannte Kühe wie die zweifache Red-Holstein-Weltsiegerin Suard-Red Jordan Irene das Rennen in der Bundeshauptstadt. Der 39-Jährige freute sich entsprechend auch über die steigende Teilnehmerzahl aus der Westschweiz: «Wir haben immer mehr Romands, die den Weg zu uns finden, was sehr positiv für die nationale Ausstrahlung der Schau ist.»

Er ist auch überzeugt, dass sich die Red-Holstein- nicht vor der Holstein-Kuh verstecken muss. «Die roten Kühe verkaufe ich oft besser an den Viehhändler, und sie sind gesucht. Gerade Kunden in der Ostschweiz suchen weniger die scharfe und grosse Holstein-Kuh.» 

 

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