13.04.2015 13:40
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
WTO
WTO: China strebt Klage gegen Geflügelimportbeschränkungen an
China will bei der Welthandelsorganisation (WTO) Klage gegen die EU-Massnahmen zur Beschränkung der Geflügelimporte erheben. Wie die WTO am vergangenen Mittwoch mitteilte, hat das „Reich der Mitte“ dazu offiziell ein Konsultationsverfahren in Gang gesetzt.

Chinesischen Medien zufolge geht es konkret um Erlöseinbussen von gut 15 Mio. Euro (18 Mio. Fr.). Von 2002 bis 2008 hatte China wegen des EU-weiten Einfuhrverbots aufgrund der Vogelgrippe viel weniger Geflügel nach Europa verkauft.

Auf der anderen Seite habe die EU 2009 und 2013 jeweils ihre Zollermässigungen revidiert, wobei neue Zollquoten-Verwaltungsmaßnahmen eingeführt worden seien, heisst es weiter. China ist der Auffassung, dass die EU-Massnahmen den Regeln der WTO zuwiderlaufen. Die Europäische Kommission äußerte sich bisher äusserst zurückhaltend.

Wie ein Sprecher der Behörde gegenüber Agra-Europe (AgE) versicherte, will man zunächst die genaue chinesische Position in Erfahrung bringen und diese dann genau prüfen. Die Kommission sehe die EU-Vorschriften in Übereinstimmung mit den WTO-Regeln. Sollten die Konsultationen nach 60 Tagen keine Lösung bringen, wird laut WTO-Verfahrensablauf eine Expertengruppe angerufen, die sich mit dem Fall befasst.

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