15.02.2015 08:52
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchpreis
Molkerei Berchtesgadener Land will faire Milchpreise zahlen
Auch in unruhigen und schwierigen Zeiten am Milchmarkt will die Molkerei Berchtesgadener Land in Piding ihren Lieferanten ein faires Milchgeld zahlen.

Der Milchverarbeiter will nach den Worten seines Geschäftsführers Bernhard Pointner alles unternehmen, um den Produzentenpreis auf dem derzeit hohen Niveau zu halten und sich vom aktuellen Geschehen am Milchmarkt abzukoppeln. Dafür würden die Konsumenten im Rahmen einer umfangreichen Werbekampagne mit dem Motto „Premiummilchprodukte kann es nicht zum Discountpreis geben“ über den Mehrwert von Milch mit fairen Preisen informiert.

Bei den Lieferanten, zu denen auch Milchbauern des biodynamischen Ökoverbandes Demeter gehören, scheint dies gut anzukommen. „Angesichts der Verunsicherung durch das Ende der Milchquote und drohender Senkung der Produzentenpreise ist das ein wichtiges Signal“, betonte Demeter-Vorstand Alexander Gerber.

Auch Demeter-Landwirt und Vorstandsvorsitzender der biodynamischen Landesarbeitsgemeinschaft Bayern, Engelhard Troll, äussert sich zufrieden über die Molkerei: „Wir Demeter-Bauern in Südbayern, die seit vielen Jahren mit der Pidinger Molkerei zusammenarbeiten, sehen das als Beweis für eine Partnerschaft auf Augenhöhe.“ Die Entscheidung der Molkerei trage dazu bei, die kleinstrukturierte Landwirtschaft in der Region zu erhalten, betonte Troll.

Das sei ein Hoffnungszeichen für die dortigen Familienbetriebe, die sich für Tierwohl engagierten, konsequent ohne Gentechnik arbeiteten und zum Erhalt einer einmaligen Kulturlandschaft beitrügen. Nach Angaben von Berchtesgadener Land wird bereits seit 40 Jahren Demeter-Milch in der Molkerei verarbeitet. Derzeit gibt es im Einzugsgebiet rund 85 Betriebe, die pro Jahr mehr als 10 Mio. kg biodynamisch erzeugte Milch abliefern.

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