3.09.2013 06:51
Quelle: schweizerbauer.ch - AMI/sam
Milchpreis
Milchwert knackt 40-Cent-Marke
Im August 2013 ist der alle wichtigen Verwertungen umfassende Milchwert in Deutschland weiter gestiegen und hat mit 40,3 Ct/kg (50,6 Rp./kg) erstmals die 40-Cent-Marke übersprungen.

Auftrieb erhielt dieser Höhenflug von höheren Käsepreisen, die sich weiter am Markt durchsetzen, und vom erneuten Anstieg der Preise für lose Butter, Milch- und Molkenpulver sowie am Spotmarkt. Damit setzt sich der Anstieg der Milchauszahlungspreise über das saisonübliche Maß hinaus fort.

Nach Einschätzung des ife Institutes für Ernährungswirtschaft in Kiel und der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) kann auch für August und die Folgemonate mit einem weiteren Anstieg gerechnet werden. Nach den für die Monate Juni und Juli vorliegenden ersten Resultaten und Schätzungen sind die Milchauszahlungspreise dem vom ife Institut errechneten Milchwert auf dem Weg nach oben weiter gefolgt.

Wegen der längeren Kontraktlaufzeiten, die vor allem bei den Artikeln für den Lebensmitteleinzelhandel, wie kleinverpackte Butter, Käse, Konsummilch und Milchfrischprodukte, von Bedeutung sind, folgen die tatsächlichen Markterlöse mit einer gewissen Verzögerung den jeweils aktuellen Tendenzen. Bis zum Spätherbst dürften die Milchauszahlungspreise ebenfalls die 40-Cent-Hürde nehmen.

Der Milchwert in Deutschland entspricht der vom ife Institut berechneten durchschnittlichen Gesamtverwertung der Milch, und zwar aus den vier Verwertungsbereichen Käse, Frische, Pulver-Butter sowie Spotmarkt. Kein anderer Wert ist auch nur annähernd so hoch korreliert mit den monatlichen durchschnittlichen Milchauszahlungspreisen in Deutschland. Er bietet Milcherzeugern und Molkereien damit frühzeitig eine sehr gute Grundlage zur Orientierung für die durchschnittliche Milchverwertung für nahezu 100 % der Standardprodukte.

AMI und ife Institut arbeiten seit Juli 2012 eng zusammen.

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