21.05.2016 11:41
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchpreis
Milchauern fordern konkretes politisches Signal
Angesichts der gegenwärtigen Krise auch am französischen Milchmarkt hat der Präsident des Milcherzeugerverbandes (FNPL), Thierry Roquefeuil, ein „starkes und konkretes politisches Signal“ in Form von Hilfsgeldern aus den Töpfen der Europäischen Union und Anreize für eine Stabilisierung der Milchproduktion gefordert.

In einem Brief an den Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, und an den Präsidenten des Europaparlaments, Martin Schulz, beruft sich Roquefeuil auf Artikel 222 der Gemeinsamen Marktordnung, der aus seiner Sicht eine temporäre Regulierung der Milchmenge möglich machen würde.

Der FNPL-Präsident vertritt zudem die Auffassung, dass die EU durch die Aufnahme überschüssiger Milchmengen in die Intervention indirekt die Unternehmen in einigen Mitgliedstaaten dahingehend fördere, mehr zu produzieren, aber nicht das Problem der Überproduktion löse. In seinem Schreiben appelliert Roquefeuil an Schulz, die verantwortlichen Verbände und Minister bei der Sondersitzung des Landwirtschaftsausschusses des Europaparlaments an diesem Mittwoch (25.5.) anzuhören. Derweil kündigte der FNPL für Ende Mai ein Treffen des sogenannten „Milchpaktes“ an, den die französische Milchbranche im November 2014 zur Erleichterung des Quotenausstiegs gegründet hatte. Dort sollen eine Bilanz gezogen und die weitere Fortsetzung beraten werden.

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