29.11.2015 07:17
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Milch: Kieler Rohstoffwert gesunken
Der Kieler Rohstoffwert für Milch ist nach einer leichten Aufwärtsentwicklung im September und Oktober im November 2015 wieder gesunken.

Wie aus Berechnungen des Kieler Informations- und Forschungszentrums für Ernährungswirtschaft (ife) hervorgeht, lag der anhand der Verwertungsmöglichkeiten für Butter und Magermilchpulver kalkulierte Rohstoffwert für ein Kilogramm Standardmilch ab Hof mit 4,0% Fett und 3,4% Eiweiss zuletzt bei 24,3 Cent (26,5 Rp.). Im Vergleich zum Oktober ging der Milchwert damit um 0,8 Cent/kg oder 3,2% zurück. Das Vorjahresniveau wurde um 1,2 Cent/kg (1,3 Rp./kg) beziehungsweise 4,7% verfehlt. Verantwortlich für die jüngste Schwäche des Rohstoffwertes war der Rückgang der Notierungen am Pulvermarkt.

Den Kieler Marktanalysten zufolge verringerte sich der Preis für 100 kg Magermilchpulver von Oktober auf November um 7,90 Euro oder 4,5% auf 166,50 Euro (181,6 Fr.). Der daraus abgeleitete „Nichtfettwert“ je Kilogramm Rohmilch nahm dadurch gegenüber dem Vormonat um 0,8 Cent/kg auf 12,7 Cent/kg (13,8 Rp./kg) ab.

Keinen Effekt hatte hingegen der geringe Preisrückgang am Fettmarkt: Die durchschnittliche Butternotierung belief sich im November auf 301,90 Euro/100 kg (329 Fr.). Das waren lediglich 0,90 Euro oder 0,3 % weniger als im Vormonat. Die Verwertung der eingesetzten Rohmilch über den Butterverkauf blieb deshalb mit einem Fettwert von 13,0 Cent/kg (14,2 Rp/kg) unverändert.

Beide Wertkomponenten zusammengerechnet belief sich der Milchwert frei Rampe Molkerei im November auf 25,7 Cent/kg; nach Abzug der unterstellten Erfassungskosten von 1,4 Cent/kg hatte die Milch auf Erzeugerstufe somit rein rechnerisch einen Wert von 24,3 Cent/kg. Das ife wies jedoch darauf hin, dass der Rohstoffwert in der Regel nicht dem Auszahlungspreis einer Molkerei entspreche, da beispielsweise Käse oder Frischmilchprodukte nicht in der Kalkulation enthalten seien und zudem längerfristige Lieferkontrakte mit festen Preisvereinbarungen zwischen Herstellern und Abnehmern unberücksichtigt blieben.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE