12.09.2018 11:53
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milch: EU-Produzentenpreise steigen
Erstmals seit November 2017 sind die Produzentenpreise in der Europäischen Union wieder gestiegen. Im Mittel zahlten die führenden europäischen Molkereien im Juli 33.96 Cent je Kilo (38.4 Rp.). Das sind 1.25 Cent (1.4 Rp.) mehr als im Vormonat. Das Vorjahresniveau wurde um 1,68 Cent (1.9 Rp.) oder 4,7% unterschritten.

Die Preiserhebung wird durch den niederländischen Landwirteverbandes LTO durchgeführt. Die meisten der im LTO-Vergleich enthaltenen Molkereien hoben im Juli 2018 ihre Produzentenpreise an, die übrigen Verarbeiter (Dairygold, Granarolo, Glanbia und Valio) beliessen diese unverändert. 

Der jüngste Preisanstieg erfolgte auch aufgrund des saisonalen Verlaufs der Preiskurve, schreibt aiz.info. Am stärksten kletterten die Preise in Frankreich in die Höhe. Der Anstieg bewegte sich zwischen 1 Cent bei Sodiaal bis zu 3,9 Cent (4.4 Rp.) bei Danone. Gemäss LTO werden die Preise weiter steigen- Preiserhöhungen kündigten Arla (+ 1 Cent), FrieslandCampina (+1.2 Cent) und die britische DairyCrest (+1.5 Cent) an.

Die weitere Preisentwicklung wird nach Ansicht der Experten vor allem auch vom internationalen Milchangebot abhängen. Im ersten Halbjahr sind zwar im ersten Halbjahr noch angestiegen. Doch aufgrund der Trockenheit die Einlieferungen sinken.

Der LTO-Durchschnittswert wird monatlich in Kooperation mit EDF (European Dairy Farmers) auf Basis der Auszahlungsleistungen von 17 grossen Milchverarbeitern in Nord- wie auch Mitteleuropa für Standardmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiss errechnet. Bisher beruhte der Durchschnittspreis auf einer jährlichen Anlieferung von 500’000 kg, mit Juni 2018 wurde diese Kalkulationsbasis auf 1 Mio. kg umgestellt. Damit erhöht sich auch der LTO-Durchschnittswert - zum Beispiel wäre er im Juli auf Basis der alten Anlieferungsmenge von 500’000 kg um 0,18 Cent niedriger gewesen.

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