26.09.2020 11:56
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Europäischer Milchmarkt
EU-Milchmarkt: Notierungen fester
Die EU-Notierungen für Standard-Milchprodukte haben sich nach dem deutlichen Rückgang im Zuge der COVID-19-Pandemie in den vergangenen Wochen weiter gefestigt und liegen jetzt knapp unter dem Vorjahresniveau. Dies geht aus den jüngsten Zahlen der Milchmarkt-Beobachtungsstelle der EU-Kommission hervor.

Den Angaben der Kommission zufolge, lag die Notierung für Butter am 20. September 2020 im EU-Mittel bei 350 Euro/100 kg (378 Fr.). Gegenüber dem Schnitt der letzten vier Wochen ergab sich ein Plus von 1,8%, die Vorjahreslinie wurde noch um 4% unterschritten. Bei Butter haben die Preise Mitte Mai 2020 mit 281 Euro (303 Fr.) den tiefsten Wert des Jahres verzeichnet, seither tendieren sie wieder kontinuierlich nach oben.

Magermilchpulver: Notierungen pendeln sich ein 

Magermilchpulver notierte am 20. September 2020 bei 214 Euro/100 kg (231 Fr.). Gegenüber dem Schnitt der letzten vier Wochen ergab sich ein leichtes Plus von 0,5%, das Vorjahresniveau wird um 2% verfehlt. Die Magermilchpulver-Kurse waren im Zuge der Corona-Krise am stärksten abgestürzt. Mitte April wurde mit 191 Euro (206 Fr.) der bisherige Tiefstwert des Jahres erreicht. Seit Ende Mai liegen die Preise wieder deutlich über 200 Euro. 

Die EU-Notierung für Vollmilchpulver lag Anfang dieser Woche im Mittel bei 273 Euro/100 kg (295 Fr.) und damit um 0,6% unter dem Vierwochen-Schnitt. Die Vorjahreslinie wird derzeit noch um 7% unterschritten. Bei Vollmilchpulver hatte die negative Preistendenz bis Ende April angehalten, im Mai tendierten die Kurse mit Unterbrechungen wieder nach oben, und seit Juni liegen sie stabil über 270 Euro (292 Fr.). 

Cheddar-Käse: Notierungen stabil 

Die Notierung für Cheddar-Käse lag am 20. September bei 298 Euro/100 kg (322 Fr.). Die Preise für dieses Produkt tendieren in der EU seit Jahresbeginn sehr stabil und bewegen sich um die 300 Euro/100 kg beziehungsweise seit Anfang August knapp darunter. Der Durchschnitt der letzten vier Wochen wird derzeit um 0,7% überschritten und die Vorjahreslinie um 1% übertroffen. 

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