21.06.2017 09:41
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
D: Milchpreis steigt auf 34 Cent
Aufgrund tieferer Milcheinlieferungen sind in Deutschland die Produzentenpreise wieder gestiegen. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) rechnet für Juni mit einem Preis von 34 Cent (37 Rp.) je Kilo. Grund für die höheren Preise sind tiefere Einlieferungen.

Im Vergleich zu Mai sind die Produzentenpreise im Schnitt um 0.7 Cent gestiegen. Das gilt für konventionell erzeugte Milch mit 4,0% Fett und 3,4% Eiweiss im deutschlandweiten Mittel. Gemäss AMI steigen die Preise für Milchfett derzeit stark, auch die Eiweisspreise sind sich am Erholen.

Der AMI rechnet nun damit, dass die Molkereien in den kommenden Monaten ihre Auszahlungspreise an die Milchbauern weiter erhöhen. Deutlich gestiegen sind in den Regalen der Detailhändler die Butterpreise. Aldi hat Anfang Juni den Preis für Deutsche Markenbutter in der untersten Preislage auf 1,49 Euro (1.62 Fr.) je 250-Gramm-Stück angehoben. Innerhalb von 30 Tagen erhöhte sich eine Packung Butter um 15.5 Prozent. Bereits Anfang Mai wurde die Butter um 10 Cent beziehungsweise 8,4 Prozent auf 1,29 Euro (1.40 Fr.) je 250 Gramm angehoben.

Gemäss AMI wurde mit 1,49 Euro je Packung in der untersten Preislage ein neuer Rekordwert erreicht. Die bisherige Rekord-Notierung stammte aus dem Jahr 1983. Damals kostete eine 250 Gramm Packung umgerechnet 1.36 Euro.

Als Grund für den Preisanstieg werden die rückläufigen Milcheinlieferungen genannt. Im vergangenen Jahr sanken die Produzentenpreise teilweise unter 20 Cent (22 Rp.) pro Kilo Milch. Viele Bauern gerieten in eine finanzielle Notlage, nicht wenige haben die Produktion aufgegeben. Die Europäische Union richtete im Herbst als Folge davon eine Milchdrosselungsprämie von rund 15 Rp./kg aus. Durch den Abbau der Kuhbestände sind die Milchmengen gesunken. Die Preise haben sich im Spätherbst 2016 und Winter 2017 erholt. Mit diesen Preisen können die Bauern zwar knapp die Kosten decken. Rücklagen bilden können sie mit diesen Auszahlungspreisen aber nicht.

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