21.08.2014 09:46
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Yara: Extensivierung ist keine Lösung
Die Extensivierung ist laut Einschätzung des Düngemittelherstellers Yara „keine Lösung für eine umweltschonende Landwirtschaft, da sich Erträge pro Hektar verringern und mehr Flächen in Anspruch genommen werden“ müssen.

Das sei vor allem im Hinblick auf den zunehmenden Nahrungsmittelbedarf der wachsenden Weltbevölkerung problematisch, betont Yara im aktuellen Newsletter seines Beratungsservices „effizient düngen“. Fakt sei, dass eine Extensivierung der Flächen in Deutschland eine Landnahme im Ausland nach sich ziehe.

Diese Äcker stünden dann für die Nahrungsmittelerzeugung der dort lebenden Menschen nicht mehr zur Verfügung. Das gelte insbesondere für Entwicklungs- und Schwellenländer, wo die Nahrungsmittelknappheit ohnehin ein zentrales Problem sei. Hinzu komme, dass vermehrt Ackerland neu gewonnen werden müsse, oft auf Kosten wichtiger Ökosysteme wie Grünland, schreibt Yara. Das sei nicht nur aufwändig, sondern auch umweltschädlich. Richtiger sei es deshalb, bestehendes Ackerland intensiver zu nutzen.

Als Methode für weitere Ertragssteigerungen auf intensiv bewirtschafteten Flächen empfiehlt der Düngemittelhersteller das sogenannte Precision Farming. Mit Hilfe moderner Technik werde dabei der Düngerbedarf „passgenau“ ermittelt und anschliessend zeitnah gedeckt. Damit werde sowohl eine Unter- als auch eine Überversorgung der Pflanzen an jeder Stelle des Feldes vermieden. Es gebe also kaum Stickstoffverluste.

Ferner seien gut ernährte Pflanzen widerstandsfähiger, etwa gegenüber extremen Wetterereignissen, erläutert Yara. Nicht nur für Entwicklungs- und Schwellenländer sei eine effiziente Landnutzung ein Thema; auch in Industrieländern würden.

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