8.02.2015 14:30
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Wolfsrisse: Fast 2,5 Mio. Euro an Entschädigungen
Die Entschädigungszahlungen für Wolfsrisse an Herdentieren sind in Frankreich weiter gestiegen. Wie einer Aufstellung der zuständigen Behörden zu entnehmen ist, kletterte 2014 die an die betroffenen Tierhalter ausbezahlte Summe um 25 Prozent auf fast 2,5 Mio Euro.

Ursache für dieses Plus ist der Anstieg der entschädigten Fälle um 16,3 Prozent auf 2172 beziehungsweise der Zahl der gerissenen Tiere um 32,4 Prozent auf 8'226 Stück. Dabei sind den Angaben zufolge immer mehr Départements von Wolfsrissen betroffen. Im vergangenen Jahr gingen die gezahlten Entschädigungen an Tierhalter in 25 Départements, gegenüber 21 beziehungsweise 15 Départements in den Jahren 2013 und 2012. Die gemessen an der Zahl der gerissenen Tiere am stärksten betroffenen Départements waren 2014 Alpes-de-Haute-Provence, Alpes-Maritimes, Isère und Var.

Im Sommer hatte die Pariser Umweltministerin Ségolène  Royal die zulässige Anzahl an Wolfabschüssen von 24 auf 36 erhöht. Darüber hinaus hatte die Ressortchefin mit einem weiteren Erlass den Präfekten mehr Flexibilität eingeräumt, um den Wolf in den am stärksten betroffenen Regionen zu bekämpfen. Unterdessen demonstrierten Ende Januar Vertreter der Confédération paysanne vor der regionalen Außenstelle des Umweltministeriums (DREAL) in Lyon. Aus Sicht der Confédération muss „die Legitimität des Status der geschützten Art des Wolfes“ hinterfragt werden.

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