29.01.2018 11:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Südafrika
Wegen Dürre - «Stunde Null» droht
Südafrikas von der Dürre geplagte Millionenmetropole Kapstadt bereitet sich auf das Abschalten seiner Wasserversorgung vor. Dafür wurde jetzt ein Krisenzentrum eingerichtet.

Die knapp 90 Mitarbeiter müssten Logistik und Planung für die Mitte April drohende «Stunde Null» vorantreiben, erklärte am Montag Priya Reddy, eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Den Behörden zufolge muss bei anhaltend hohem Verbrauch am 12. April die Wasserversorgung eingestellt werden. Wasser würde dann nur noch an 200 Verteilzentren unter Aufsicht von Militär und Polizei an Bürger ausgegeben werden.

Das Krisenzentrum soll die Vorbereitungen für die Wasserausgabestellen vorantreiben. Dort würden Bürger nur noch 25 Liter Trinkwasser pro Tag und Person bekommen, was international als Mindestmass für Hygiene und Gesundheit gilt. Das Krisenzentrum soll zudem festlegen, welche für die Wirtschaft wichtigen Stadtteile auch nach der «Stunde Null» weiterhin mit Wasser versorgt werden sollten.

Kapstadts rund 4,5 Millionen Einwohner sind aufgefordert, ab Februar pro Tag nur maximal 50 Liter Wasser pro Kopf zu verwenden - für Kochen, Putzen, Waschen, Trinken, Duschen, WC-Spülen. Die Stadt verbraucht derzeit rund 600 Millionen Liter pro Tag. Nur bei einer Reduzierung auf 450 Millionen Liter pro Tag liesse sich demnach die «Stunde Null» noch vermeiden, so die Behörden. Die Wasserreservoire, die Kapstadt normalerweise versorgen, sind wegen einer mehrjährigen Dürre fast leer.

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