11.10.2014 11:12
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
USA
Versicherung für Milchpreis
Angesichts des abermals dramatischen Verfalls der Milcherzeugerpreise infolge der von Grossmolkereien und Bauernverband angeheizten Überschussproduktion verweist der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (ABL) auf die neue, völlig konträre Milchmarktpolitik der USA.

In einer Medienmitteilung schreibt die ABL: «Während hierzulande die Milchbauern lediglich die Restbeträge nach Abschluss der Eigenkalkulation der Molkereien ausgezahlt bekämen, wird es in den USA ab 2015 Marktregelungen zur Absicherung eines wirtschaftlichen Mindestertrags der Milchviehhalter geben, wenn die Spanne zwischen Milchpreis und Futterkosten unter einen festgelegten Wert fällt.»

Dies gelte für alle Teilnehmer aneiner «Milchpreisversicherung», für die sich die Milchbauern seit September einschreiben könnten. Um Milchüberschüsse zu vermeiden, würden Landwirten mit Produktions-Steigerungen deutlich höhere Beiträge berechnet. Laut US-Regierung sorge dieses Sicherheitsnetz dafür, dass die Milchbauern die ausserhalb ihres Einflusses liegenden Risiken managen könnten.

Der niedersächsische ABL-Landesvorsitzende und Milchbauer Ottmar Ilchmann forderte die Verantwortlichen in der EU und der Bundesregierung auf, jetzt rasch auch in Europa mengenregulierende und Erzeugerpreis-sichernde Milchmarkt-Instrumente umzusetzen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE