2.10.2018 08:42
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
US-Lager: Viel Fleisch und Milch
Die Kühlhausbestände in den USA haben sich im August weiter mit Fleisch gefüllt. Bei Molkereiprodukten war dagegen ein Abfluss zu beobachten.

Laut Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) befanden sich zum Stichtag 31. August 2018 insgesamt 616'636 t Käse im Kühllager. Das waren zwar 3,8% weniger als im Vormonat, aber gleichzeitig so viel wie noch nie in einem August seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1917. Die Butterbestände haben gegenüber Juli um 8,6% abgenommen. Mit 131'916 t lagen sie Ende August jedoch noch um 3,8% über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. 

Im Fleischbereich sind nach Angaben der Washingtoner Analysten die Bestände an Pouletfleisch binnen Monatsfrist um 5,8 % auf 420'750 t angewachsen. Ende August 2018 übertraf die Gefrierhausmenge das Vorjahresniveau um 18,6%. Sie war zugleich die höchste jemals festgestellte Lagermenge in diesem Sommermonat seit 1939. 

Deutlich zugenommen haben gegenüber Juli auch die Gefrierhausmengen an Schweinefleisch, nämlich um 6% auf 264'258 t. Damit befanden sich 1,2% mehr Ware im Lager als Ende August 2017. Bei Rindfleisch kam es im Berichtsmonat gegenüber Juli ebenfalls zu einem Bestandsaufbau, und zwar um 4% auf 228'359 t. Das war wiederum eine historische Rekordlagermenge, die das Vorjahresniveau um 5,6% übertraf. Zudem war auch mehr Kalb- und Lammfleisch in den US-Kühlhäusern eingefroren; die dort aufbewahrte Ware fiel insgesamt um 13,1% grösser aus als im August 2017. 

Die hohen Lagermengen sind vor allem eine Folge der gestiegenen US-Produktion. So soll gemäss den jüngsten Schätzungen des USDA die gesamte Fleischerzeugung 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 2,9% auf 46,8 Mio. t zunehmen. Dazu sollen ein um 4,3% höheres Schweinefleischaufkommen und eine um 3,5% wachsende Rindfleischproduktion beitragen. Beim Poulet dürfte die Erzeugung gegenüber 2017 um 2,3 % zulegen. Für die Milchproduktion wurde von den Washingtoner Analysten zuletzt ein Anstieg um 1,1 % auf 98,8 Mio. t prognostiziert.

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